«Am Anfang war ich ein bisschen verwirrt»

Xherdan Shaqiri spricht vor dem Spiel gegen Litauen über seine schwierige Zeit beim FC Bayern und sein jüngstes Erfolgserlebnis.

«Mit so einem Tor fällt einem vieles leichter»: Xherdan Shaqiri im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet.
Video: Sebastian Rieder

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Status quo ist nicht nur der Name einer berühmten Band, es trifft auch auf den Zustand von Xherdan Shaqiri beim FC Bayern zu: wenig Spielzeit, viel Leidenszeit. Obwohl er in der Bundesliga in acht von elf Partien zum Einsatz kam, stand er im Schnitt nur 39 Minuten auf dem Feld. Ganz düster ist das Bild in der Champions League: In vier Gruppenspielen wurde er zwar dreimal eingewechselt, mit einem Mittelwert von zehn Minuten Spielzeit – für einen Mann mit seiner Anspruchshaltung aber ein frustrierender Wert.

Trotz einer für Shaqiris Verhältnisse bescheidenen Leistung während der WM kehrte der 23-jährige Nationalspieler mit hohen Erwartungen aus Brasilien nach München zurück. Die grosse Zuversicht wich der schnellen Ernüchterung. «Am Anfang war das nicht so einfach für mich. Ich musste das zu Beginn der Saison auch zuerst richtig realisieren», sagt Shaqiri und erinnert daran, wie die Enttäuschung am Selbstvertrauen nagte. «Man hat auch gesehen, dass ich ein bisschen verwirrt war.»

Verhaltener Jubel

Die Verwirrung hat sich mittlerweile aufgelöst, die Verhältnisse sind klar. Xherdan Shaqiri gehört auch in seiner dritten Saison beim deutschen Rekordmeister nicht zur Stammelf, damit hat er sich vorerst abgefunden. Bis zur Winterpause will er den Status quo, so gut es geht, überstehen und seinen Marktwert stabil halten. «Ich bin jetzt auf einem guten Stand und bringe meine Leistungen. Ich bin zufrieden und befinde mich physisch auf einem Topniveau.»

Seine Qualitäten stellte er zuletzt in Frankfurt unter Beweis, als er am Samstag gegen die Eintracht eine Viertelstunde vor Schluss ins Spiel kam und mit dem 4:0 sein erstes Saisontor in der Bundesliga erzielte. «Ein wichtiges Tor», das er aufgrund der hohen Führung ganz bescheiden zelebrierte. Der verhaltene Jubel habe nichts mit seinem Verhältnis zu Pep Guardiola zu tun. «Es ist nur wichtig für mich, dass ich die Einsatzzeit, die ich habe, ausnutzen kann. Mit so einem Tor fällt einem vieles leichter.»

Wie Xherdan Shaqiri auf die Berichterstattung rund um seine Situation bei Bayern München reagiert, sehen Sie im Video. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.11.2014, 15:52 Uhr

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