«Andermatt müsste gehen und ich wäre der Hauptschuldige»

Bellinzonas Spielmacher Hakan Yakin sagt im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet, wie gross der Erfolgsdruck auch in der Challenge League ist.

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Hakan Yakin, mit Ihnen müsste es eigentlich Pflicht sein, dass die AC Bellinzona aufsteigt.
Ich bin mir schon bewusst, dass die Verantwortlichen und das ganze Umfeld so denken. Aber auch ich bin kein Zauberer.

Wie meinen Sie das?
Wir haben in der Winterpause die Mannschaft umgebaut. Es kamen mit mir noch einige neue und junge Spieler dazu. Da braucht es schon eine gewisse Zeit, bis die Automatismen passen. Aber ich denke, dass Trainer Martin Andermatt aus uns bereits ein gut funktionierendes Kollektiv geformt hat.

Aber Sie müssen als erfahrener Mann wissen, dass man im Fussball keine Zeit hat.
Ich spüre schon, dass auch unser Präsident Präsident Gabriele Giulini ab und zu ungeduldig wird.

Hat er als Präsident nicht das Recht dazu?
Ja natürlich, absolut. Unser Präsident ist ein Macher, er arbeitet rund um die Uhr für den Erfolg, er will auch ein neues Stadion bauen. Aber wenn man auch für die Zukunft etwas entstehen lassen will, dann braucht das schon ein bisschen Geduld.

Bellinzona steht nur auf dem enttäuschenden vierten Tabellenrang. Wie sehen Sie das?
Ich würde nicht sagen, dass unsere Platzierung enttäuschend ist. Wir haben nur einen Zähler Rückstand auf Aarau, das auf dem Barrage-Platz liegt.

Sie bleiben also weiterhin optimistisch, dass die ACB die Barrage noch packt? Ja, absolut.

Was macht Sie da so sicher?
Im letzten Spiel war ich gesperrt. Und trotzdem hat die Mannschaft bei Leader St. Gallen ein hervorragendes Spiel abgeliefert und in der Ostschweiz ein beachtliches 1:1 geholt. Wir steigern uns von Spiel zu Spiel.

Trotzdem wäre es nicht auszudenken, sollten Aarau oder sogar einer der beiden Kantonsrivalen Lugano oder Chiasso die Barrage erreichen.
Sollte tatsächlich ausgerechnet ein anderer Tessiner Verein die Barrage schaffen, würde das natürlich eine Riesenpolemik auslösen. Ich bin mir auch bewusst, dass man mich dann in den Tessiner Medien an den Pranger stellt.

Würde Sie das wundern? Immerhin sind Sie Grossverdiener bei der AC Bellinzona.
Nein, wundern würde mich das nicht. Ich bin schon lange genug Profi, ich weiss, wie die Mechanismen in diesem Geschäft funktionieren. Trainer Andermatt müsste dann wohl gehen und ich wäre der Hauptschuldige.

Erstellt: 27.04.2012, 15:41 Uhr

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