«Arrogant», «lahm» – Nationalteam verliert Rückhalt

Fast 15'000 Leser nahmen an der Umfrage zur Schweizer Fussball-Nationalmannschaft teil. Das sind die Resultate.

Abklatschen mit den Nationalspielern: Jedoch zeigen sich viele Leser mit dem Team von Vladimir Petkovic unzufrieden. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

Abklatschen mit den Nationalspielern: Jedoch zeigen sich viele Leser mit dem Team von Vladimir Petkovic unzufrieden. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

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Von unseren Lesern wollten wir wissen, wie sie zum Nationalteam von Vladimir Petkovic stehen. Für 19 Prozent der Leser «bedeutet das Team alles». Jedoch scheint die Mehrheit unzufrieden mit der Mannschaft zu sein: Während sich ein Drittel der Leser nicht mehr mit der Nationalmannschaft identifizieren kann, geben 36 Prozent an, schon mal ein grösserer Anhänger des Teams gewesen zu sein.

Doch weshalb? Ein Grossteil stört sich am Auftreten der Spieler: 30 Prozent denken, dass «die Spieler die Nase definitiv zu hoch tragen» – rund 40 Prozent finden, dass sie zumindest ab und an den Anschein machen würden, arrogant zu sein. Am Anteil an Schweizer Spielern mit Migrationshintergrund stören sich 39 Prozent – sie finden er sei zu hoch. 43 Prozent geben jedoch an, dass das multikulturelle Team die Schweiz gut repräsentieren würde. Was das Singen der Nationalhymne angeht, sind die Leser ebenfalls geteilter Meinung: 53 Prozent wünschen sich, dass jeder Spieler mitsingt. Der Rest findet, dass das jedem selbst überlassen sei oder fragt sich: «Wieso? Früher haben auch nicht alle mitgesungen.»

Petkovic könnte besser kommunizieren

Die Nationalmannschaft kann sich mit zwei Siegen gegen Georgien und Gibraltar die Qualifikation für die EM 2020 sichern und stünde damit erneut an einer Endrunde. Seit 2004 verpassten die Schweizer nur ein einziges grosses Turnier (EM 2012). In der Fifa-Weltrangliste steht die Mannschaft derzeit auf Platz elf, noch vor den Fussball-Grossmächten Deutschland, Holland und Italien. Trotzdem sind die Umfrageteilnehmer der aktuellen Nationalmannschaft gegenüber kritisch eingestellt: 42 Prozent der Leser gaben an, dass ihnen die Mannschaft in allen Belangen zu lahm sei. Nur gerade ein Viertel zeigt sich zufrieden mit der offensiven Spielweise des Teams. Weitere 27 Prozent sagen gar, sie wäre ihnen zu wenig nach vorne orientiert.

Trotzdem glaubt die Mehrheit der Leser an die Fähigkeiten von Vladimir Petkovic: Während 11 Prozent voll hinter ihm stehen, attestieren ihm zumindest 44 Prozent ein gutes Zeugnis, finden aber, dass er besser kommunizieren könnte. Die restlichen 45 Prozent wünschen sich einen besseren Trainer an der Seitenlinie.

Die Spiele der Nationalmannschaft verfolgen fast zwei Drittel der Teilnehmer am Fernsehen. Drei Prozent geben an, Heimspiele des Teams zu besuchen und ein Prozent reist auch an Auswärtsspiele. Der Rest interessiert sich nicht für die Spiele der Mannschaft. Ausser sie nimmt an einem grossen Turnier teil.

(kvo)

Erstellt: 21.10.2019, 12:17 Uhr

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