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«Auch Ronaldinho brachte ihn nicht aus der Ruhe»

Tagesanzeiger.ch/Newsnet präsentiert vor dem Super-League-Start die Skills von sechs Zürcher Fussballgrössen. Heute: Philippe Koch, der Mann mit den stärksten Beinen beim FCZ.

Philippe Koch demonstriert, wie er sich in die Luft schraubt. Video: Jan Derrer.

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Hohe Bälle sind beim FCZ ein Fall für Philippe Koch. Der Aussenverteidiger besitzt die stärksten Beine im Team des Stadtclubs und sagt: «Mir ist schon früh aufgefallen, dass ich sehr schnellkräftig bin. Zu Juniorenzeiten habe ich Luftduelle mit Gegnern gewonnen, die einen Kopf grösser waren als ich.» Koch profitiert von der idealen Struktur seiner Muskelfasern und einer ausgefeilten Sprungtechnik, wenn er sich in die Höhe schraubt. «Natürlich ist aber auch die Muskelmasse wichtig», ergänzt der 22-Jährige, der mit einer Grösse von 1,78 Metern auf den ersten Blick kein Kopfballungeheuer zu sein scheint.

Koch stiess 2007 vom FC Solothurn zur U-21-Equipe des FC Zürich und schaffte im folgenden Jahr den Sprung in die erste Mannschaft. Andy Ladner, damals Assistent von Challandes, erinnert sich noch genau daran, mit welchen Vorzügen der Verteidiger ihn und den Chefcoach überzeugte: «Philippe hat dem lange gesetzten Florian Stahel den Rang abgelaufen, weil er fussballerisch besser und schon in ganz jungen Jahren total abgeklärt war. Bisweilen hatte ich den Eindruck, er schlafe gleich ein, und trotzdem war er immer hellwach.»

Koch besitze die totale Ruhe. Nicht nur im Alltag, sondern auch am Ball, führt Ladner aus. «Letzteres verdankt er seiner technischen Klasse, die ihn neben der Abgeklärtheit, der Dynamik und der aussergewöhnlichen Sprungkraft auszeichnet.» Besonders gern erinnert sich der frühere Assistenzcoach des FCZ, der sich heute als Spielerberater unter anderem um GC-Stürmer Johan Vonlanthen kümmert, an den Champions-League-Auftritt des FCZ in Mailand. Die Zürcher schlugen die grosse AC Milan durch den herrlichen Hackentreffer von Hannu Tihinen 1:0 – und Koch stand und sprang in der Abwehr so sicher, als habe er sein Leben lang nichts anderes getan, als gegen Weltklassespieler zu verteidigen. «Auch der brasilianische Weltmeister Ronaldinho brachte ihn nicht aus der Ruhe», so Ladner.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.07.2013, 07:11 Uhr

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