Aus Liebe wird Wut – Schalke droht Goretzka

Dass er im Sommer zu den Bayern wechselt, könnte für den Nationalspieler schwerwiegende Konsequenzen haben.

Bis Ende Saison auf der Tribüne? Wenn Goretzka sich nicht für Schalke zerreisst, sieht es schlecht für ihn aus.

Bis Ende Saison auf der Tribüne? Wenn Goretzka sich nicht für Schalke zerreisst, sieht es schlecht für ihn aus. Bild: Keystone

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Leon Goretzka war die heiss geliebte Symbolfigur seines Clubs. Bis er bekannt gab, dass er ab der kommenden Saison für den FC Bayern spielen werde. «Meine erste Reaktion war, dass Leon das Trikot von Schalke 04 nicht mehr tragen sollte», sagte Clemens Tönnies, der Aufsichtsratsvorsitzende der Gelsenkirchener gegenüber dem TV-Sender Sky. Tönnies' Drohung: «Wenn es für die Mannschaft besser ist, kann es auch sein, dass Leon bis zum Ende der Saison auf der Tribüne sitzt.»

Das würde den WM-Chancen des 22-Jährigen enorm schaden. Die Schalker erwägen diesen Schritt aber, weil sie eine negative Grundstimmung rund um Goretzka fürchten. «Ich erkläre ihn nicht zu meinem Feind, aber wir können ja nicht die Ziele des Vereins gefährden. Letztendlich liegt es aber an ihm», erklärte Tönnies.

Die Verbitterung bei Schalke 04 ist deshalb so gross, weil Goretzka mehrfach signalisiert hatte, mit dem Angebot für einen neuen Vertrag in Gelsenkirchen grundsätzlich zufrieden zu sein. Dass er nach dem Confed-Cup trotz einer im Mai erzielten Einigung seine Unterschrift verweigerte und sich Bedenkzeit erbat, geriet so in den Hintergrund. Die Schalker waren der Meinung, mit einer positiven sportlichen Entwicklung – das Team liegt mit einem Spiel weniger nur einen Punkt hinter Platz 2 – die Bedingungen zu erfüllen.

Tönnies hofft nun, dass sich die Fans nicht zu sehr auf Goretzka einschiessen. «Lasst ihm die Chance zu zeigen, dass er sich für Schalke zerreisst», forderte er. «Die Ideallinie wäre, dass Leon die Rückrunde seines Lebens spielt, wir Zweiter in der Liga werden und das Pokalfinale erreichen.» (ak)

Erstellt: 21.01.2018, 14:14 Uhr

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