Basler Revanchegelüste

Will der FC Basel in der Champions League um die Achtelfinals mitreden, muss er am Dienstag (20.45 Uhr, live auf Tagesanzeiger.ch/Newsnet) Ludogorez Rasgrad schlagen.

Findet Paulo Sousa für das kapitale Heimspiel gegen Ludogorez Rasgrad die richtige Balance?

Findet Paulo Sousa für das kapitale Heimspiel gegen Ludogorez Rasgrad die richtige Balance? Bild: Keystone

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«Murphy's Law» besagt, dass alles, was schiefgehen kann, auch tatsächlich eintrifft. Diese Theorie charakterisiert ziemlich gut das Gastspiel des FC Basel in Sofia gegen Ludogorez Rasgrad vor zwei Wochen. Erst der umstrittene Platzverweis gegen Geoffroy Serey Die, dann siebzig Minuten heroischen Kampfs von zehn Baslern gegen elf ziemlich ideenlose Bulgaren, schliesslich der Nackenschlag in Form von Yordan Minevs goldenem Tor in der Nachspielzeit. «Wir haben das Hinspiel noch nicht vergessen. Mit diesen Revanchegelüsten gehen wir ins Spiel», kündigt Vizecaptain Fabian Frei an.

Die Ausgangslage vor dem Rückspiel fasst der Mittelfeldspieler prägnant zusammen: «Mit drei Punkten stehen uns alle Türen offen. Bei einer Niederlage wird es sehr schwer für uns.» Im Klartext: Mit einem Sieg redet der FCB um Platz zwei mit, den zur Teilnahme an den Achtelfinals berechtigt, während man bei einer Niederlage gar noch um das europäische Überwintern bangen muss. Das ist natürlich auch dem Gegner nicht entgangen. «Wir haben reelle Chancen auf den zweiten Platz, und diese wollen wir nutzen», sagt Ludogorez-Trainer Georgi Dermendzhiev.

Schär ohne Beschwerden

So paradox das klingt: Für den FCB hat sich durch die Niederlage im Hinspiel nicht viel geändert. Ein Heimsieg gegen Ludogorez war ohnehin von Anfang an als essentiell angesehen worden, will man die Gruppenphase überstehen – ob auf Platz zwei oder drei. «Wir wissen, wie wichtig dieses Spiel ist. Aber wir freuen uns darauf, denn wir haben etwas gutzumachen», erklärt Fabian Schär. Der Nationalverteidiger, der am Samstag gegen die Grasshoppers in der zweiten Halbzeit ausgewechselt wurde, scheint seine Knieprobleme im Griff zu haben: «Das war eine reine Vorsichtsmassnahme. Es ist normal, dass man bei so vielen Spielen mal etwas spürt.»

Personell kann Paulo Sousa fast aus dem Vollen schöpfen. Verletzt sind unverändert Ivan Ivanov sowie Marco Streller und Serey Die fehlt am Dienstag wegen der Roten Karte im Hinspiel. Dafür kann Marcelo Diaz nach den abgesessenen drei Spielsperren erstmals in der Königsklasse eingesetzt werden. «Wir freuen uns auf seine Rückkehr. Er ist ein anderer Typ im Zentrum, der uns helfen kann, Spiele zu gewinnen», meint Sousa. Im Gegensatz zu seinen Spielern ist der emotionale Faktor beim Portugiesen kleiner: «Ich kenne keine Rachegefühle. Ich will einfach gegen einen Gegner auf Augenhöhe gewinnen.» Er hofft darauf, dass die Bulgaren ihr Wettkampfglück im Hinspiel schon komplett aufgebraucht haben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.11.2014, 19:02 Uhr

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