Blatters Gegner bringt sich in Position

Am 1. Juni wird in Zürich der Fifa-Präsident gewählt. Bisher ist Sepp Blatter der einzige Kandidat. Der Qatari Mohamed bin Hammam bringt sich nun in Position.

Sepp Blatter und sein möglicher Gegenkandidat: Mohamed bin Hammam, der Präsident des asiatischen Kontinentalverbandes.

Sepp Blatter und sein möglicher Gegenkandidat: Mohamed bin Hammam, der Präsident des asiatischen Kontinentalverbandes. Bild: Keystone

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Noch hat sich Mohamed bin Hammam nicht offiziell als Kandidat ins Rennen gebracht. Doch in einem Interview mit der englischen Zeitung «The Guardian» deutet der Präsident des asiatischen Kontinentalverbands an, dass er für die Wahl am 1. Juni durchaus als Gegenkandidat zu Sepp Blatter als Fifa-Präsident zur Wahl stehen könnte. «Veränderung ist gut. Ich werde in den nächsten zehn Tagen offiziell bekannt geben, ob ich zur Wahl stehe oder nicht», so bin Hammam gegenüber dem «Guardian».

Es geht bin Hammam indes nicht um seine Person, wie er betont. Er würde sich sofort hinter eine andere Kandidatur stellen, wenn diese glaubwürdig sei. «Ich habe lange nicht mehr mit Michel Platini gesprochen, aber ich versicherte ihm, dass er meinen vollen Support haben würde, würde er kandidieren», so bin Hammam. Der 61-jährige Qatari geniesst in den meisten Kontinentalverbänden eine grosse Unterstützung.

Europa ist der Schlüssel

Entscheidend ist aus Sicht von bin Hammam indes Europa. «Europa ist das Zentrum des Fussballs. Ich möchte eine richtige Einschätzung in Europa machen», erklärt bin Hamman. «Ich habe mich noch nicht zum offiziellen Kandidaten erklärt; vielleicht wird es dann einfacher, Antworten zu erhalten.» Bin Hammam wird deswegen auch am Uefa-Kongress am 20. März in Paris teilnehmen. «Bis dann werde ich erklärt haben, ob ich kandidiere oder nicht.»

Ins Rollen gebracht wurde die mögliche Kandidatur von bin Hammam zu Beginn dieser Woche durch den englischen Verband. Die FA erklärte, dass sie jeden (glaubwürdigen) Gegenkandidaten von Blatter unterstützen würde. «Das ist natürlich sehr ermutigend. Aber nun erwarten die Leute, dass ich Stellung beziehe», meinte bin Hammam dazu. Der Qatari will der Fifa mehr Transparenz verleihen und auch die entscheidenden Gremien erweitern. Auch will er die Klubs vermehrt einbeziehen, wie er dem «Guardian» erklärte.

Erstellt: 10.03.2011, 14:53 Uhr

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