Bürkis Patzer und was er dazu sagt

Dortmunds Schweizer Nationalgoalie sorgte im Pokalspiel gegen Paderborn für blankes Entsetzen bei seinen Teamkollegen, welche die Blamage dann allerdings noch abwenden konnten.

Lapsus mit Folgen: Dortmunds Torhüter Roman Bürki schnitzert bös beim Führungstreffer von Paderborn. (Video: TA/lko)

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Roman Bürki leistete sich beim 7:1-Sieg gegen Zweitligist Paderborn sein halsbrecherisches Unterfangen nicht beim Stand von 3:0 oder 4:0, sondern in der Startphase nach gut 20 Minuten, als es in der Dortmunder Arena noch 0:0 hiess.

Nach einer Rückgabe des Teamkameraden Ilkay Gündogan durfte der Schweizer Nationaltorhüter den Ball nicht aufnehmen. Der Paderborner Srdjan Lakic stürmte auf ihn zu. Statt den Ball wegzuschlagen, versuchte Bürki den Gegenspieler auf der Fünferlinie mit einer Körpertäuschung aussteigen zu lassen. Dabei verstolperte und vertändelte er den Ball, sodass Lakic nur noch einzuschieben brauchte. Bei der skurrilen Aktion wirkte Bürki schon fast arrogant, was für den gewissenhaften Berner aus Münsingen atypisch wäre.

Paderborn, nach dem Abstieg aus der Bundesliga auch in der 2. Liga im hinteren Teil der Tabelle rangierend, liess rasch nach, während Dortmund den Druck erhöhte. Noch vor der Pause hiess es nach Toren von Ramos, Castro und Kagawa 3:1. Obwohl letztlich kein Schaden entstanden war, tauchten in den sozialen Netzwerken plötzlich bissige und zum Teil hämische Kommentare gegen Bürki auf.

In der zweiten Halbzeit setzten die Dortmunder den Torreigen zunächst emsig fort, bis mit dem 5:1 nach 58 Minuten das Weiterkommen gesichert war. In den letzten Minute fielen auch noch das 6:1 und das 7:1.

Gladbachs Höhenflug dauert an

Unter Trainer André Schubert, dem temporären Nachfolger von Lucien Favre, ist Borussia Mönchengladbach auch im Cup nicht zu stoppen. Bei Schalke resultierte ein bemerkenswerter 2:0-Sieg. Fünf Siege in Serie in der Meisterschaft, ein 0:0 bei Juventus Turin in der Champions League und jetzt das Erreichen der Cup-Achtelfinals gegen einen starken Widersacher – die Bilanz von Schuberts Erfolgen ist beeindruckend.

Den 2:0-Erfolg auf Schalke stellten Lars Stindl kurz vor der Pause und der Belgier Thorgan Hazard auf Foulpenalty nach 53 Minuten sicher. Josip Drmic kam nach langem wieder einmal von Anfang an zum Zug, wurde jedoch in der Pause ausgewechselt. Yann Sommer und Granit Xhaka spielten wie üblich die ganze Partie.

Klare Erfolge für Leverkusen und Augsburg

Bayer Leverkusen wurde auswärts vom Viertligisten Viktoria Köln nicht im Geringsten gefordert und siegte 6:0. Bayer spielte mit einigen Akteuren der zweiten Wahl, nicht aber mit Admir Mehmedi, der sich das ganze Spiel von der Ersatzbank anschaute. Einziger Doppeltorschütze war der mexikanische Stürmer Chicharito.

Augsburg setzte sich bei Freiburg, dem Leader der 2. Bundesliga, überraschend deutlich mit 3:0 durch. Ein bedeutender Anteil am Erfolg kam Torhüter Marwin Hitz zu, der besonders in der Startphase das eine oder andere sicher scheinende Gegentor verhinderte.

DFB-Pokal, 2. Hauptrunde. Spiele mit Bundesliga-Clubs:
Borussia Dortmund (mit Bürki) - Paderborn (2.) 7:1. Freiburg (2.) - Augsburg (mit Hitz) 0:3. Viktoria Köln (4.) - Bayer Leverkusen (ohne Mehmedi) 0:6. - Carl Zeiss Jena - Stuttgart 0:2. Schalke - Borussia Mönchengladbach (mit Sommer, Xhaka und Drmic/bis 45.) 0:2. Werder Bremen - Köln 1:0. - Achtelfinals am 15./16. Dezember. - Achtelfinals am 15./16. Dezember.
(fal/si)

Erstellt: 28.10.2015, 21:17 Uhr

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