Bundesligist Drmic ist zurück: «Ich fühle mich gut»

Nach einem Knorpelschaden prognostizierten viele schon sein Karriere-Ende. Der Schweizer Stürmer Josip Drmic zog sich zurück und schwieg. Bis jetzt.

Zurück im Training bei Borussia Mönchengladbach: Der Schweizer Bundesligist Josip Drmic.

Zurück im Training bei Borussia Mönchengladbach: Der Schweizer Bundesligist Josip Drmic. Bild: Martin Meissner/Keystone

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Mönchengladbachs Schweizer Fraktion ist um einen zuversichtlichen Angreifer grösser: Josip Drmic trainiert nach der zweiten schweren Knieverletzung wieder mit dem Bundesliga-Fünften.

Vor knapp sechs Monaten erlitt er einen weiteren Knorpelschaden im bereits operierten rechten Knie. Unmittelbar vor dem Cup-Halbfinal, wenige Wochen nach seinem entscheidenden Treffer in der WM-Ausscheidung gegen Lettland. Der Tiefschlag nach dem Höhepunkt. Experten spekulierten über das Ende seiner Karriere, der Verletzte selbst tauchte ab und schwieg.

Comeback war sein grösster Wunsch

Seit Anfang Oktober steht der vereinzelt bereits endgültig abgeschriebene Stürmer wieder auf dem Rasen im Mönchengladbacher Trainingszentrum. «Es geht mir viel besser, ich darf wieder mit der Mannschaft arbeiten», sagt Drmic zur Nachrichtenagentur SDA. Nichts anderes habe er sich mehr gewünscht. «Klar gibt es Tage, an denen ich Mühe habe, aber ich fühle mich gut, und das ist wichtig.»

Prognosen, wann ein Bundesliga-Comeback anstehen könnte, gibt der Schweizer keine ab: «Es geht darum, körperlich weitere Fortschritte zu machen. Was dann passiert, sehen wir. Wer hart arbeitet, wird irgendwann dafür belohnt.»

In kleinen Schritten denken

Drmic ist nach nur 25 Bundesliga-Einsätzen für die Borussia seit seiner Ankunft im Sommer 2015 vorsichtig: «Ich höre auf meinen Körper und auf mein Knie.» Er denkt vorerst in kleinen Schritten und primär an die nächsten Zweikämpfe: «Tag für Tag, Training für Training.» Support geniesst er dabei von allen Seiten – vom Trainer Dieter Hecking über den Sportchef Max Eberl bis zu den Schweizer Teamkollegen Yann Sommer, Nico Elvedi und Denis Zakaria. «Auch viele aus der Heimat haben sich gemeldet und mich ihre moralische Unterstützung spüren lassen. Das hilft in einer solchen Lage», so Drmic. (kfi/si)

Erstellt: 19.10.2017, 16:17 Uhr

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