Constantin spricht von «sportlichem Scheitern»

Valon Behrami bricht das Abenteuer im Wallis ab. Verschiedene Gründe hätten ihn dazu bewogen. Den Rücktritt schliesst er vorerst aus.

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Kurz vor Saisonbeginn wechselte Valon Behrami von Udinese zum FC Sion, er wurde im Wallis von Sportchef und Präsidentensohn Barthélémy Constantin stolz als «Königstransfer» und grosser Coup präsentiert. Präsident Christian Constantin sprach gar von einem besonderen Transfer. Der ehemalige Nationalspieler sei schon lange auf seiner Wunschliste gestanden. Behrami sollte demnach auch eine Leaderrolle im Team der Walliser übernehmen. Sollte, denn es kam ganz anders.

Nur drei Monate später, am Donnerstagmorgen, kommunizierte der FC Sion, dass man den Vertrag in gegenseitigem Einverständnis aufgelöst habe. «Valon zeigte sich enttäuscht, dass er nicht sein gesamtes Potenzial abrufen und nicht seine gewohnte Grinta auf den Platz bringen konnte», sagte Constantin. Deshalb sei es nur noch darum gegangen, dass sich die beiden Parteien gütlich trennen. «Valon wird im Wallis immer willkommen sein. Sein sportliches Scheitern – und es ist eines – ändert nichts an unseren Beziehungen. Ich schätze die Ehrlichkeit Valons, denn er ist der erste Leidtragende in dieser Geschichte», sagte Constantin.

Das Ziel war ein Ende ohne Reue

Der 34-jährige Tessiner wurde im Wallis nie glücklich. Das schien immer wieder in Gesprächen und Interviews durch. Die Pfiffe gegen den FC St. Gallen (1:2) am 25. September liessen in ihm wohl den Entschluss reifen, einen Schlussstrich zu ziehen. Mitte der Woche traf er sich mit den Clubverantwortlichen und informierte Constantin und dessen Sohn über seinen Entscheid. Behrami: «Obwohl unsere Geschichte noch voll im Gange war, führten mehrere Gründe zur gegenwärtigen Situation. Um für beide Seiten auf faire Art und Weise aus der Geschichte herauszukommen, haben wir heute gemeinsam beschlossen, ihr ein Ende zu setzen.»

Welche Gründe das sind, sagt Behrami nicht. «Ich bin der Meinung, dass dies für mich die beste Entscheidung ist, um meine Reise ohne Bedauern an einem anderen Ort fortzusetzen», so der Tessiner weiter. Das bedeutet, dass der Routinier das Wintertransferfenster abwarten will, um seine Karriere fortzusetzen. An den Rücktritt denke er noch nicht.


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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Erstellt: 03.10.2019, 11:44 Uhr

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