«Das Resultat ist für mich nicht wichtig»

Im Testspiel gegen Bayern München (Samstag, 16.30 Uhr, live auf Tagesanzeiger.ch/Newsnet) möchte FCB-Trainer Murat Yakin jeden Spieler einsetzen und vor allem Spektakel bieten.

Murat Yakin will den Zuschauern etwas bieten und deshalb auch Raul Bobadilla (hinten) einsetzen.

Murat Yakin will den Zuschauern etwas bieten und deshalb auch Raul Bobadilla (hinten) einsetzen. Bild: Keystone

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Das Duell FCB gegen FCB hat offensichtlich trotz mehrerer Begegnungen in den letzten Jahren nicht an Attraktivität eingebüsst. Am Freitagmittag lag die Zahl der verkauften Tickets bereits bei 23'300 – und das für ein Testspiel. Entsprechend will der FC Basel den Fans etwas bieten. «Wir wollen Spielfreude zeigen und den Zuschauern jeden Spieler präsentieren», kündigt Murat Yakin an. Das Resultat sei für ihn unwichtig.

Die Rollen sind diesmal noch etwas klarer verteilt als ohnehin schon. Bayern München steht eine Woche vor dem Rückrundenstart und ist dem Schweizer Meister in Sachen Formstand somit weit voraus. Dennoch hat der Basler Cheftrainer keine Angst vor einer ähnlichen Packung wie Schalke 04, das gegen die Münchner zuletzt 0:5 unter die Räder geriet. «Auch wenn wir erst ein paar Rasentrainings in den Beinen haben – wir werden bereit sein», verspricht Yakin.

Bobadilla und Frei als Flügel

Da der Schweizer FCB erst seit einer Woche wieder im Training ist, hatte Yakin noch keine Zeit, eine neue Taktik einzustudieren. «Wir werden wie bisher spielen, im 4-3-3», sagt der 38-Jährige. Also die offensive Variante seines allgemein als 4-1-4-1 interpretierten Systems. Weil zur Zeit keiner verletzt und deshalb jede Position doppelt besetzt ist, möchte Yakin die ganze Breite seines Kaders ausnützen. Bemerkenswert ist, dass er gegen Bayern nicht nur Alex Frei, sondern auch Raul Bobadilla als linken Flügel bringen wird und Valentin Stocker dafür zentral spielen lässt.

Während bei den Baslern die Neuzugänge Bobadilla und Serey Die unter besonderer Beobachtung stehen werden, ist der Fokus bei den Deutschen ganz klar auf Xherdan Shaqiri gerichtet. Der «Rückkehrer» tritt erstmals als Gast im St.-Jakob-Park auf. Für den 21-Jährigen geht es nicht nur darum, sich seinem ehemaligen Heimpublikum zu zeigen, sondern vor allem darum, sich bei Trainer Jupp Heynckes für die zweite Saisonhälfte aufzudrängen. Yakin, der über reichlich Bundesliga-Erfahrung verfügt, beurteilt Shaqiris erstes Semester beim deutschen Rekordmeister als geglückt: «Er hat seine Einsatzminuten optimal umgesetzt. Er war immer sehr agil und hatte eine gute Effizienz.»

Auch wenn Yakin grosse Stücke auf Shaqiri hält, kann er sich einen Seitenhieb nicht verkneifen. «Gegen meine Teams hat er noch nie gut gespielt», meint der frühere Trainer von Thun und Luzern. Das dürfte den teuersten FCB-Export für Samstag noch zusätzlich motivieren – auch wenn er das kaum nötig hat.

Erstellt: 11.01.2013, 14:52 Uhr

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Pak an Bellinzona ausgeliehen

Schon vor dem Trainingslager in Marbella (14.-25. Januar) hat der FC Basel eine erste Kaderreduktion vorgenommen. Kwang Ryong Pak wird definitiv bis Ende Saison an die AC Bellinzona ausgeliehen. Auch Simon Grether und Pascal Schürpf sind beim Challenge-League-Club im Gespräch. Sein Bruder Hakan habe beim FCB wegen Verstärkungen angefragt, sagt Murat Yakin. Zudem soll auch Stjepan Vuleta in der Challenge League Spielpraxis sammeln. Der Rheintaler trainiert momentan mit dem FC Vaduz. ker

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