Das Schneckenrennen gegen den Abstieg

Ja, will denn keiner oben bleiben? Sion, Thun und Lausanne üben sich im Kampf gegen den Gang in die Challenge League im Stillstand. Es profitiert der FC Luzern. Und der FC Zürich verteilt gütig Punkte.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Rennen gegen den Abstieg aus der Super League: Es ist derzeit eher ein Wettbewerb darum, wer sich am wenigsten langsam vorwärtsbewegt. Lausanne hat bislang in drei Spielen im neuen Jahr null Punkte gewonnen, Thun und Sion in vier Partien jeweils drei Zähler. Aber der Stillstand im unteren Tabellenbereich ist keine Neuheit des Jahres 2018. Auch wenn die letzten zehn gespielten Runden angeschaut werden, zeigt sich dasselbe Bild: Keiner der drei Letztplatzierten kommt vom Fleck und holt im Schnitt mehr als einen Punkt pro Partie. Ja, will denn keiner oben bleiben?

Die Ausnahme im Abstiegskampf ist der FC Luzern. Der gewinnt unter seinem neuen Trainer Gerardo Seoane 10 Punkte in 4 Spielen. Damit enteilen sie den drei anderen Kummerbuben der Liga locker. Und sie können vor allem darum zuversichtlich in die restlichen 13 Runden steigen, weil sie von den vier Abstiegskandidaten mit Abstand die beste Ausbeute gegen die restlichen Teams der Liga haben.

Derselbe Punkt spricht auch für Lausanne. Das Team von Trainer Fabio Celestini scheint zwar mental in den Direktduellen mit anderen Abstiegskandidaten blockiert und holt in jenen Partien bislang am wenigsten Punkte. Dafür gewinnen die Waadtländer wenigstens gegen die restlichen Teams der Liga ihre Zähler.

Thun und Sion dagegen überzeugen zwar in den Direktduellen, dafür gibt es für sie gegen die Mannschaften aus den oberen Tabellenregionen kaum einmal etwas zu feiern. Bleibt es dabei, könnte es in diesem Jahr zu einer Art Finalissima gegen den Abstieg kommen. Am 19. Mai steht in der letzten Runde der Meisterschaft die Begegnung zwischen Thun und Sion auf dem Programm. Von den ersten beiden Direktbegegnungen haben Berner und Walliser je eine gewonnen.

Eine Gemeinsamkeit weisen alle vier Abstiegskandidaten auf. Egal, wie viele oder wie wenige Punkte sie gegen die anderen Teams aus den Top 6 der Liga gewonnen haben: Ihre Bilanz gegen den FC Zürich ist besser.

Der FCZ tritt also im Abstiegskampf bislang als gütiger Punktelieferant auf. 13 Zähler hat er in 11 Spielen an die vier Letztplatzierten der Super League verteilt. So gesehen ist es ganz passend, dass Trainer Uli Forte nach einem 1:1 gegen den FC Luzern entlassen worden ist. Unter seiner Führung hatte der FCZ gegen die Mannschaften am Tabellenende zu selten das richtige Rezept.

Ob sich das unter Ludovic Magnin ändern wird? Der FC Sion wird hoffen, dass das nicht der Fall ist. Die Sittener treffen als einzige der vier Letztplatzierten noch zweimal auf den FCZ. Und sie haben die freundliche Unterstützung aus Zürich bitter nötig. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.02.2018, 15:19 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Nacktbaden: TeilnehmerInnen des Dark Mofo Sommersonnenwenden Nackschwimmens stürzen sich in den Fluss Derwent im australischen Hobart. (22.Juni 2018)
(Bild: Rob Blakers/EPA) Mehr...