«Das Spiel in Winterthur ist für mich schon sehr speziell»

Leader Aarau schwächelt. Winterthur macht Boden gut und rückt auf Rang drei vor. Heute Abend kommt es auf der Schützenwiese zum Showdown. Ein Spiel der Emotionen.

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Der FC Aarau schien nach neun Siegen in zehn Spielen ohne Niederlage auf dem direkten Weg zurück in die Super League. Doch zuletzt gab es in Neuenburg gegen Biel (1:5) und im Heimspiel gegen Bellinzona (0:1) zwei empfindliche Rückschläge. Der torgefährliche Davide Callà mag die Situation indes nicht dramatisieren und schon gar nicht auf Panik machen. «Zwischen den beiden Partien haben wir ja Bellinzona im Cup besiegt», sagt er. Trotzdem müsse jetzt in der Meisterschaft eine Reaktion kommen. Auch wenn die Mannschaft noch jung ist, glaubt der 28-jährige Routinier an die mentale Stärke des Teams. «Ich bin froh, dass wir gleich in Winterthur antreten müssen. Dieses Spiel kommt für uns gerade recht. Wir können uns gegen eine starke Mannschaft rehabilitieren. Da müssen wir Charakter beweisen.»

«Das Spiel gegen Winterthur ist für mich schon sehr speziell»

Für Davide Callà ist das Spiel auf der Schützenwiese auch eine persönliche Angelegenheit. «Ich komme aus Winterthur, das ist meine Stadt, hier bin ich aufgewachsen. Und deshalb ist das Spiel für mich schon sehr speziell und emotional. Auch weil es sportlich um sehr viel geht.» Er habe in Winterthur seine Familie und auch viele gute Freunde. «Ich werde für den Match einige Tickets besorgen müssen. Auch meine Eltern werden im Stadion sein und mit mir mitfiebern.»

Callà begann als Junior beim Winterthurer Quartierverein FC Tössfeld. Sein Talent wurde früh erkannt, und so wurde Callà in der Folge gleich bei allen drei grossen Clubs des Kantons ausgebildet. Zuerst beim FC Zürich, dann bei GC und schliesslich beim FC Winterthur. Den Sprung ins Profigeschäft schaffte Callà über den FC Frauenfeld zum FC Wil, wo der Winterthurer 2004 mit dem sensationellen Cupsieg gegen einen seiner Jugendvereine, die Grasshoppers, bereits mit 19 Jahren seinen bisher grössten Erfolg der bisherigen Karriere feierte. Nach vielen Verletzungen hat er in Aarau endlich sein Glück wiedergefunden.

«Seit Mai 1981 konnten wir gegen Aarau auf der Schützi nicht mehr gewinnen.»

Callà ist mit acht Toren und acht Assists der effizienteste Spieler des FCA. «Er wird uns nicht abschiessen, wir werden gewinnen», verspricht Andreas Mösli, der Geschäftsführer des FC Winterthur, mit einer grossen Portion Selbstvertrauen. Man habe mit Aarau im Übrigen noch eine gesalzene Rechnung offen. «Seit dem Sieg am 2. Mai 1981 konnten wir auf der Schützenwiese gegen Aarau nicht mehr gewinnen. Deshalb sind wir doppelt heiss auf diese Partie. Es geht ja auch um den Aufstieg in die Super League.» Bei einer Niederlage habe der FCW aber bereits sieben Punkte Rückstand auf Aarau. Trainer Boro Kuzmanovic könne wieder aus dem Vollen schöpfen. «Wir haben keine Verletzten oder gesperrte Spieler. Unser Torjäger Bengondo ist nach einer Spielsperre wieder dabei.» Mösli rechnet heute Abend mit 4000 Fans. «Wenn das Wetter mitspielt und es trocken bleibt, kommen vielleicht noch mehr.»

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.11.2012, 12:30 Uhr

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