1566988142.328447 tagesanzeiger.ch: Nichts verpassen

«Dass sich Führungsleute so verhalten – ein Wahnsinn!»

Während dem Fussballspiel Sion gegen Luzern wurde der Schiedsrichter verbal massiv attackiert. Von zwei Personen, die eigentlich die Aushängeschilder des Walliser Klubs sein sollten.

«Wir reden von Fairplay, aber was die praktizieren, ist das Gegenteil»: FCL-Trainer Rolf Fringer (r.) über Sion-Präsident Christian Constantin und Sion-Trainer Bernard Challandes (l.).

«Wir reden von Fairplay, aber was die praktizieren, ist das Gegenteil»: FCL-Trainer Rolf Fringer (r.) über Sion-Präsident Christian Constantin und Sion-Trainer Bernard Challandes (l.).

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Bernard Challandes sagte einmal nach einem Match: «Ich entschuldige mich für mein Verhalten. Das war nicht gut für das Image des FCZ.» Er gelobte Besserung. Und ging zu Sion. Seit diesem Sommer ist er Angestellter von Christian Constantin, dem Regenten im Tal. Im Tourbillon tobt Challandes wieder wie in alten Zeiten – laut, gestikulierend, und wenn er nicht mehr weiterweiss, hat er einen guten Lehrmeister im Rücken. Constantin baut sich am liebsten in unmittelbarer Nähe der Ersatzbank auf.

Am Samstag war das wieder so; im Duett brüllten sie, verwarfen die Hände. Sie taten es so intensiv, dass der sonst so besonnene Rolf Fringer seinen Zorn in Worte packte und das indiskutable Verhalten der Walliser, die alles unter dem Deckmäntelchen der Emotionalität verstecken, anprangerte. Fringer sagte: «In jeder Szene wurde der Schiedsrichter beeinflusst.» Dann: «Das ist eine Sauerei. Man kann auch die Augen verschliessen. Wir reden von Fairplay, aber was die praktizieren, ist das Gegenteil.»

«Ein Irrenhaus»

Weiter: «Mich stört es, dass die Schiedsrichter wegen denen in die Hose machen.» Und: «Wenn ein Spieler einen Penalty sucht, wird ein Trara veranstaltet und Gelb gezeigt. In Sion dürfen sie machen, was sie wollen.» Und schliesslich: «Ein Irrenhaus! Dass sich Führungsleute so verhalten – ein Wahnsinn!» Um anzufügen: «Da haben sich zwei gefunden. Aber ich erzähle ja eigentlich nichts Neues.»

Fringer schrie nicht wie Challandes oder Constantin, seine Botschaft kam trotzdem an. Fragt sich nur, was damit angefangen wird.

Erstellt: 01.11.2010, 06:48 Uhr

Umfrage

Müssen solche Verbalattacken sanktioniert werden?





Artikel zum Thema

FCB, FCZ und Sion siegen – Basel löst Luzern an der Spitze ab

Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete live über das ASL-Duell FC Sion - FC Luzern (4:1) sowie aktuell von den Partien FC Zürich gegen Xamax (3:1) und Basel gegen Bellinzona (3:1). Mehr...

Der dreifache Triumph des FC Basel

Am Tag der Vertragsverlängerung von Trainer Fink zogen die Spieler des FC Basel auf dem Rasen nach. Sie bezwangen Bellinzona 3:1 und sind neuer Leader. Mehr...

Der FCZ kommt langsam in Fahrt

Der FC Zürich kam im zweiten Heimspiel innert drei Tagen zu einem 3:1-Sieg gegen Xamax. Dadurch wurde der Rückstand auf die Ranglistenspitze kleiner. Mehr...

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Kommentare

Die Welt in Bildern

Natürliche Kunst: Douglas Ciampi aus Massachusetts steht neben einer eisbedeckten Antenne auf dem Gipfel des Mount Washington. (24. Februar 2020)
(Bild: Robert F. Bukaty) Mehr...