«Der Druck liegt ganz klar bei YB»

Nach der Länderspielpause ist der FC Basel hungrig auf Punkte. Trainer Heiko Vogel gibt sich vor dem samstäglichen Spitzenkampf gegen YB zuversichtlich.

Alles im grünen Bereich: Heiko Vogel und sein FC Basel sind bereit für die Herausforderung Young Boys.

Alles im grünen Bereich: Heiko Vogel und sein FC Basel sind bereit für die Herausforderung Young Boys. Bild: Keystone

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Die Nationalmannschaftspause war beim FC Basel nach vielen englischen Wochen sehr willkommen. «Wir haben Zeit für die Regeneration gegeben», sagt Trainer Heiko Vogel. Nun ist man aber auch froh, dass sie wieder vorbei ist. «Ein Wochenende ohne Spiel ist ein verlorenes Wochenende», meint der tatendurstige Vogel. Da kommt doch so ein Spitzenspiel gegen die Young Boys gerade richtig. Zumal der FCB-Trainer den Gast aus der Hauptstadt als gefordert betrachtet: «Der Druck lastet ganz klar auf YB.» Dennoch ist es nicht so, dass sich der Leader eine Niederlage leisten könnte, aber ein Unentschieden würde nur die Basler weiterbringen. Deshalb macht Vogel taktische Vorteile für seinen FCB aus: «YB wird darauf bedacht sein, kein Tor zu erhalten. Das könnte ihre Angriffsbemühungen hemmen.» Der FCB ist es ohnehin gewohnt, das Spiel zu machen.

Wer spielt im Mittelfeld?

Taktisch hat Vogel viele Möglichkeiten. Obwohl Fabian Frei und Taulant Xhaka angeschlagen sind und hinter dem Einsatz von Stephan Andrist wegen einer Magenverstimmung ein Fragezeichen steht, hat er im Mittelfeld immer noch die Qual der Wahl. Im Abschlusstraining liess sich Vogel nicht in die Karten blicken. Das hat seinen Grund. «Ich möchte die Spannung bei den Spielern hoch halten», sagt der Deutsche.

Wahrscheinlich ist, dass Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka die Flügel besetzen, während Benjamin Huggel und Cabral in der Mitte die Räume für YB-Regisseur Alexander Farnerud dicht machen werden. In der Abwehr kehrt Aleksandar Dragovic nach seiner Sperre in die Startformation zurück, zumal der Österreicher in seinem Nationalteam nicht zum Einsatz kam. «Mir solls recht sein», meint Vogel zur Entscheidung des österreichischen Nationaltrainers Marcel Koller, in den beiden Test-Länderspielen auf den formstarken Dragovic zu verzichten.

Nur das Hier und Jetzt zählt

Der Terminplan spielt dem FCB zusätzlich in die Karten. Weil am nächsten Samstag das Cupspiel in Wil ansteht, muss Vogel in den beiden Partien gegen YB und Otelul Galati am Dienstag niemanden schonen. «Die Batterien snd wieder aufgeladen», bestätigt Vogel. der über die Champions-League-Partie vom nächsten Dienstag vor dem wichtigen Spiel gegen YB kein Wort verlieren wollte. Ebenso wenig war im Vorfeld des Spitzenkampfs in der Mannschaft das Wiedersehen mit Christian Gross ein Thema. «Die Verdienste von Christian Gross werden für immer bestehen. Wir haben von seinen Erfolgen auch profitiert», meint Vogel respektvoll, «aber selbst waren wir ja auch nicht gerade erfolglos.» Man lebe in der Gegenwart. Und die muss sich momentan wahrlich nicht vor der glanzvollen Vergangenheit verstecken.

Erstellt: 18.11.2011, 18:08 Uhr

Aktion gegen Pyros

Im Sinne eines friedlichen Matchbesuchs hat Peter Hablützel die Initiative ergriffen. Der FCB-Fan ruft die Zuschauer im St. Jakob-Park vor dem Spiel gegen die Young Boys dazu auf, ein Zeichen zu «sitzen»: «Jeder bleibt während des Einlaufs der Mannschaften eine Minute lang sitzen und schweigt», erklärt Hablützel. Das soll als Zeichen gegen Pyrotechnik und Gewalt in den Stadien gelten. ker

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