Reaktion

Derdiyoks Antwort auf Hitzfelds SMS-Absage

Nationalcoach Ottmar Hitzfeld erteilt Spielern manchmal auch Absagen, ohne eine Begründung für die Nichtnomination abzugeben. Diesmal traf es Torjäger Eren Derdiyok.

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Heute um 12 Uhr absolviert die Schweizer Fussballnationalmannschaft in Südkorea einen WM-Test in Südkorea. Der Leverkusener Eren Derdiyok steht nicht im Aufgebot von Trainer Ottmar Hitzfeld. Das ist bitter für ihn. Denn der ehemalige FCB-Torjäger zog einst aus, um die Bundesliga zu erobern. Doch inzwischen ist der Basler in einer Welt angekommen, die für ihn absolut unbefriedigend ist, auch wenn er zu den Spitzenverdienern gehört. Derdiyok durchlebt schwere Zeiten.

Das schlampige Talent, wie er von den Experten auch genannt wird, hat den ganz grossen Durchbruch immer noch nicht geschafft. Von Leverkusen wurde er nach Hoffenheim verkauft, wo er am Schluss sogar ausgemustert und in die Trainingsgruppe B degradiert wurde. Leverkusen erbarmte sich seiner, holte ihn auf Leihbasis für diese Saison zurück und will ihm eine neue Chance geben. Doch bisher sass der Schweizer vorwiegend auf der Ersatzbank. An Konkurrenten, wie beispielsweise dem deutschen Internationalen Stefan Kiessling, kam Derdiyok bisher nicht vorbei.

Derdiyoks ungutes Gefühl

Das hat auch Konsequenzen für die Nationalmannschaft. Derdiyok, einst Fixstarter unter Ottmar Hitzfeld, wurde für den heutigen WM-Test in Südkorea nicht mehr aufgeboten. Die Absage erfolgte per SMS und ohne Begründung für die Nichtnomination, wie Derdiyok gegenüber «Bild» bestätigt. «Darin hat mir Herr Hitzfeld aber nur mitgeteilt, dass ich nicht dabei bin. Dabei hätte ich sehr gern gegen Südkorea gespielt.» Ist die Absage ohne Begründung gar ein Indiz dafür, dass Derdiyok in den WM-Plänen von Ottmar Hitzfeld keine Rolle mehr spielt?

Derdiyok ahnt jedenfalls nichts Gutes. «Ich bin schon davon ausgegangen, dass ich konstant bis zur WM dabei bin. Zuletzt gegen Slowenien in der WM-Qualifikation habe ich ja auch gespielt.» Er habe die SMS zur Kenntnis genommen und auch nicht nachgefragt, weshalb er nicht nominiert worden sei. «Das will ich auch nicht. Mir bleibt nichts anderes übrig, als das zu akzeptieren.» Doch auch für Derdiyok gilt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. «Es zählt für mich, dass ich bei der WM dabei bin. Und die ist erst im nächsten Jahr.» Bis dahin wolle er hart an sich arbeiten.

Erstellt: 15.11.2013, 09:51 Uhr

Südkorea - Schweiz live

Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtet live ab 12 Uhr vom Länderspiel Südkorea - Schweiz in Seoul.

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