Deutsche Erzfeinde pokern um Shaqiri

Der Schweizer Nationalspieler, der in den Planungen von Inters Coach Roberto Mancini keine Rolle mehr spielt, könnte schon bald wieder glücklich sein.

Wird Xherdan Shaqiri schon bald wieder glücklich?

Wird Xherdan Shaqiri schon bald wieder glücklich? Bild: Keystone

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«Shaqiri in der Falle» titelte Tagesanzeiger.ch/Newsnet vor einer Woche. Doch jetzt scheint sich für den in Mailand unglücklichen Xherdan Shaqiri bis zum Transferschluss am 31. August doch eine Lösung abzuzeichnen. Schon auf der China-Tournee der Mailänder hatte der Basler gegenüber den Medien verkündet: «Das Ziel ist es, mal wieder in der Bundesliga zu spielen.» Inter Mailand, das Shaqiri von den Bayern verpflichtet hatte, will den Schweizer Nationalspieler nach nur einem halben Jahr bereits wieder abschieben, verlangt aber eine Transfersumme von 17 Millionen Euro.

Schalke 04 hat bereits sein Interesse angemeldet. «Xherdan Shaqiri könnte uns weiterbringen, und wir sind dazu verpflichtet, diese Personalie zu überprüfen», sagte Schalkes Manager Horst Heldt gegenüber den deutschen Medien. Shaqiri selbst bezeichnet Schalke als einen Topverein.

«Ich dachte, der geht zu Schalke»

Diese Option wird für Shaqiri jedoch erst dann wirklich konkret, wenn der Wechsel von Julian Draxler zu Juventus Turin doch noch zustande kommt. Der italienische Rekordmeister ist offenbar bereit, das bisherige Angebot für Draxler von 20 Millionen Euro massiv zu erhöhen. Aber Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat aus bestens informierter Quelle auch erfahren, dass man bei Schalke nicht an Shaqiris fussballerischen Qualitäten zweifelt, sondern vielmehr an seinem Umfeld.

Wie die «Bild»-Zeitung in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, kommt im Poker um Shaqiri jetzt auch Schalkes Erzfeind Borussia Dortmund ins Spiel. BVB-Trainer Thomas Tuchel soll an einer Verpflichtung Shaqiris stark interessiert sein. Allerdings wollen die Dortmunder zuerst Kuba Blaszczykowski und möglicherweise auch Kultfigur Kevin Grosskreutz verkaufen. Offenbar ist sich Shaqiri mit beiden Clubs einig. Dortmunds Boss Hans-Joachim Watzke spielt das Interesse an Shaqiri ganz bewusst noch herunter und setzt das Pokerface auf: «Ich dachte, der geht zu Schalke.» Wohl kaum.

Erstellt: 03.08.2015, 07:29 Uhr

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