Die Versöhnung von Moskau

Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré gewinnen nach dem EM-Out vor einer Woche das 4-Sterne-Turnier in Russland.

Grund zur Freude für Anouk Vergé-Dépré (links) und Joana Heidrich. (Bild: FIVB)

Grund zur Freude für Anouk Vergé-Dépré (links) und Joana Heidrich. (Bild: FIVB)

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Irgendwie ist es eine Art Versöhnung. Vor acht Tagen hatten Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré im EM-Bronze-Spiel in Moskau die Medaille verpasst – auf äusserst dramatische Art, nach fünf vergebenen Matchbällen. Nun gewann das Schweizer Duo dafür das direkt im Anschluss an gleicher Stätte stattfindende 4-Sterne-Turnier. In überzeugender Manier schlugen Heidrich/Vergé-Dépré die Brasilianerinnen Lima/Antunes mit 21:18, 16:21 und 15:8. Für die Zürcherin Heidrich und die Bernerin Vergé-Dépré ist es der erste gemeinsame Sieg auf der World Tour überhaupt.

Mussten sie an der EM noch vier Mal hintereinander über drei Sätze spielen, gaben die Schweizernnnen in der K.o.-Phase des Sterne-Turniers bis zum Halbfinal gegen die Deutschen Borger/Sude keinen einzigen Satz ab. Im Final waren die ersten beiden Durchgänge jeweils früh entschieden, Heidrich/Vergé-Dépré vermochten den ersten für sich zu entscheiden, im zweiten lagen die Brasilianerinnen früh vorne. Im Entscheidungssatz lieferten sich die beiden Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen, kein Team vermochte sich entscheidend abzusetzen – bis die Schweizerinnen innerhalb von Minuten von 8:7 zum Schlussresultat von 15:8 davonzogen.

«Das war sehr anstrengend»

Bereits am Samstag nach den Viertelfinals war klar, dass zum ersten Mal überhaupt auf der Tour der Frauen ausschliesslich Teams ausserhalb der Top-10-Setzliste unter den ersten vier sein würden. Die Schweizerinnen waren an Nummer 15 gesetzt, ihre Finalgegnerinnen aus Brasilien waren gar Qualifikanten und wurden als 17. eingeschätzt.

Noch am Samstag waren Heidrich/Vergé-Dépré gleich doppelt im Einsatz gestanden, hatten innerhalb von fünf Stunden den Viertel- und Halbfinal bestreiten müssen. «Das war sehr anstrengend, hinter uns liegen sowieso zwei intensive Wochen», sagte Vergé-Dépré am Samstag nach dem Finaleinzug. Mit dem vierten Platz an der EM und dem Sieg vom Sonntag sind es erfreuliche Tage für das aktuell stärkste Schweizer Frauen-Duo. (mrm)

Erstellt: 18.08.2019, 17:14 Uhr

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