Die Vertrauensfrage kostet Challandes den Job

Thun hat seinen Trainer Bernard Challandes per sofort freigestellt. Mauro Lustrinelli und Marc Schneider führen die Mannschaft interimistisch.

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Die Trennung zwischen Bernard Challandes und dem FC Thun hat sich nach sechs Spielen ohne Sieg angekündigt. Am trainingsfreien Montag musste der Coach zum Gespräch mit Sportchef Andres Gerber antraben. Heute Dienstag ist die Freistellung des 61-jährigen Romands bereits Tatsache. Der Schritt sei im gegenseitigen Einvernehmen erfolgt. «Challandes hat dem Team die Vertrauensfrage gestellt und die entsprechenden Konsequenzen daraus gezogen», schreibt der Verein.

Eine grosse Mehrheit der Spieler hat sich offenbar gegen eine Zukunft mit dem impulsiven Trainer gestellt. «Die Clubführung hat weder den Trainer noch das Team zu entsprechenden Entscheidungen oder Massnahmen gedrängt, respektiert aber die Entscheidungsfindung», heisst es weiter.

Die beiden ehemaligen Thun-Spieler Mauro Lustrinelli und Marc Schneider übernehmen bis zur Winterpause das Ruder.

Lustrinelli, in Thun eine Legende

Am nächsten Sonntag empfängt der FC Thun den FC Basel, eine Woche später folgt die Reise zu Schlusslicht Servette. Noch vor der Winterpause bestreiten die Berner Oberländer das Cupspiel gegen Wohlen.

Mauro Lustrinelli, der bisherige Assistenztrainer von Bernard Challandes, gab Ende Januar seinen Rücktritt als Profifussballer. Im vergangenen Jahr war er von seinem Stammverein Bellinzona nach Thun zurückgekehrt, wo er für den Tabellenfünften der Super League in der Vorrunde alle 18 Meisterschaftsspiele (4 Tore) absolvierte.

Mit dem FC Thun hatte Lustrinelli zuvor seine grössten Erfolge als Spieler gefeiert. Im Herbst 2005 hatte der Tessiner mit zwei Toren im Rückspiel gegen Malmö massgeblichen Anteil an der sensationellen Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League. (sr)

Erstellt: 20.11.2012, 12:11 Uhr

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