«Die dachten, jetzt kommt da dieser arrogante Sack»

Uli Hoeness sass fast zwei Jahre in Haft. Seit November ist er wieder Präsident des FC Bayern München. So redet Hoeness über seine Zeit im Gefängnis – und die Betrugsaffäre.

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Wird man ein anderer Mensch, wenn man wie Sie 21 Monate im Gefängnis ist?
Natürlich. Ich glaube, dass ich viele Dinge stärker reflektiere, distanzierter und gelassener sehe. Ich ruhe mehr in mir und rege mich nicht mehr so schnell auf.

Das ist gut für den Blutdruck.
Der war vorher auch nicht schlecht.

Wir haben aus Filmen oder Büchern eine Vorstellung über das Leben im Gefängnis. Haben Sie sich vorher überlegt, was auf Sie zukommt?
Ich möchte eigentlich nicht so viel über das Gefängnis reden …

… es interessiert uns.
Die Bilder, die wir vor allem aus amerikanischen Filmen kennen, können Sie ziemlich alle vergessen. Es gab keine harte Brutalität, aber eine Haftstrafe gönnt man keinem.

«Ich wurde demütiger»: Uli Hoeness über seine Zeit im Gefängnis. Video: Tamedia/SDA

Gibt es Erfahrungen, für die Sie trotz allem dankbar sind, aus Ihrer Zeit in der Justizvollzugsanstalt Landsberg?
Ich kann schlecht sagen, dass ich froh bin, das erlebt zu haben. Ich habe versucht, das Beste daraus zu machen. Ich musste versuchen, nicht in den Tag hinein zu leben, sondern arbeitete klar auf ein Ziel hin: die Halbstrafe. Ich wusste, was es braucht, um sie zu erlangen.

«Ich musste versuchen, nicht in den Tag hinein zu leben, sondern arbeitete klar auf ein Ziel hin: die Halbstrafe.»

Was?
Nur mit einem weissen Blatt Papier war es möglich.

Das heisst also, dass Sie sich während der Haft perfekt verhalten mussten. War das schwierig?
Ja, natürlich. Es gab Provokationen von anderen Gefangenen, Provokationen im Alltag. Da musste ich ruhig bleiben. Ein böses Wort, das ich mir in Freiheit vielleicht hätte erlauben können, musste ich verkneifen. Ich wäre sonst Gefahr gelaufen, aufzufallen. Und mit schlechten Berichten in deinem Bogen gibt es keine vorzeitige Entlassung.

«Für eine funktionierende Resozialisierung muss ich das tun, was ich kann. Ich bin gerade 65 geworden und kann nicht noch einmal von vorne beginnen»: Uli Hoeness im Hotel in Interlaken. Foto: Marco Zanoni (Lunax)

Wie wurden Sie provoziert?
Es wurde versucht, mit reingeschmuggelten Handys Bilder von mir zu machen, um sie dann für sehr viel Geld zu verkaufen. Es war hart zu erfahren, dass Leute, mit denen ich zuvor Karten gespielt hatte, probierten, mich unter der Dusche oder sonst wo zu fotografieren. Es war nicht einfach, in solchen Momenten ruhig zu bleiben.

Solche Bilder haben es nie an die Öffentlichkeit geschafft.
Nein. Die Zeitungen wussten, wie teuer es für sie würde, wenn sie darauf eingehen würden.

Wie wichtig war für Sie der Zuspruch von aussen?
Ohne Familie, ohne Unterstützung von extrem vielen Freunden, wäre es so nicht zu schaffen gewesen. Viele Menschen werden im Gefängnis einsam, sie verlieren ihre Familie, ihre Freunde, ihren Job, ihre Wohnung. Ich habe während der Haft in der Kammer gearbeitet (wo den Häftlingen die Kleider ausgegeben werden) und lernte Gefangene kennen, die ihre Wohnung auflösen mussten, weil sie sich diese nicht mehr leisten konnten. Eine Zeit so gut zu überstehen, wie ich sie überstanden habe – das schafft man nur im Wissen, dass draussen Leute auf dich warten und alles dafür tun, dass du schnell in den Alltag zurückkehren kannst.

Das ging bei Ihnen ungemein schnell.
Ja. Dank der Möglichkeit, über 14 Monate als Freigänger beim FC Bayern zu arbeiten, hatte ich die Chance, die Zeit nach der Haft vorzubereiten.

Sie haben in der Haft oft Talkshows geschaut.
Nur mitten in der Nacht. Abends war ich immer sehr früh müde und sah selbst Fussballspiele nicht zu Ende. Ich schlief dabei meistens ein. Aber um ein, zwei Uhr wachte ich auf, und dann liefen im Fernseher in den Wiederholungen die Talkshows.

Wieso waren Sie abends so müde?
Weil ich sehr früh aufstand, um 5 Uhr.

Mussten Sie das?
Nein, ich habe jeden Morgen Sport gemacht.

Aber Vorschriften gab es schon?
Um 7 Uhr begann die Arbeit. Ich habe mit Sport und wenig Essen über 20 Kilogramm abgenommen.

Sport in der Zelle?
In der Sporthalle, Fahrradfahren und ein wenig Hanteltraining.

Das erfordert Disziplin.
Vor allem bedeutete es, dass ich jeden Morgen um halb vier oder vier Uhr wach war, weil ich unbedingt wach werden wollte. Normales Aufstehen war um 6, bis dahin musste ich Sport gemacht haben.

Ist jede Aktivität im Gefängnis auch eine Flucht, weil man sich nur mit sich selbst beschäftigen kann?
So viel freie Zeit hatte ich gar nicht. Nach dem Sport und der Arbeit habe ich abends meistens mit Mitinsassen Karten gespielt, später Tischtennis – was nur für die Freigänger möglich ist. Ich war in dieser Zeit jeden Tag beim Tischtennis. Einzel, Doppel – ich war ein gefragter Partner, mein Spiel hat sich stark verbessert. (schmunzelt)

Entstehen auch Freundschaften?
Wenige. Man kann dort wenigen Menschen trauen. Im Gefängnis hat mich meine eigentlich gute Menschenkenntnis manchmal verlassen. Du hast es mit Leuten zu tun, die teilweise gute Schauspieler sind.

Der Gefängnisdirektor sagte, Sie seien der erste Insasse, der die Haftanstalt mit einem Fanclub verlasse.
Mit einem doppelten Fanclub: Bei den Beamten und bei den Gefangenen.

Haben Gefangene, Wärter, Direktoren je schon so von einem Insassen geschwärmt?
Die hatten natürlich Vorurteile: Die dachten, jetzt kommt da dieser arrogante Sack, der für sich permanent Sonderrechte fordert. Von all diesen Klischees ist nichts übrig geblieben, und das gefiel denen.

Mussten Sie sich dafür zusammenreissen?
Nein. Ich habe mich so gegeben, wie ich bin. Das Bild, das von mir in der Öffentlichkeit teilweise besteht, ist ein Klischee.

Wie sieht dieses Bild aus?
Manche meinen, dass ich andere dominieren würde, dass ich arrogant sei … Wenn es so wäre, hätte ich es im Gefängnis nicht so leicht gehabt. Am Anfang war es schwierig, am Ende aber leicht, weil mich alle, die mit mir zu tun hatten, sehr geschätzt haben.

«Ich habe mich so gegeben, wie ich bin. Das Bild, das von mir in der Öffentlichkeit teilweise besteht, ist ein Klischee.»

Haben Sie sich je mit der Frage auseinandergesetzt, ob Sie ein Verbrecher sind?
Ich will nicht in die Tiefe gehen.

Nach Ihrer Entlassung aus dem Gefängnis hatte kaum jemand das Gefühl, Uli Hoeness sei nicht integer genug, um wieder eine tragende Rolle bei Bayern München spielen zu können. Ist das nicht erstaunlich?
Das Erstaunliche ist, dass von den Tausenden von Briefen, die ich im Gefängnis erhielt (insgesamt 5500), keine fünf beleidigend waren. In allen anderen wurde mir Mut zugesprochen. Die Tatsache, dass ich die Strafe angenommen habe, ohne in Revision zu gehen, ohne zurückzuschauen, ohne einen Richter oder Staatsanwalt zu attackieren, ohne jene Medien zu attackieren, die mich zutiefst beleidigten und als Verbrecher darstellen wollten, das alles haben die Leute sehr positiv empfunden.

Welchen Vorwurf machen Sie den Medien?
Sie müssen aufpassen, dass sie nicht an der Öffentlichkeit vorbeischreiben. Den meisten, die versuchten, mich kaputt zu schreiben, ist es nicht gelungen, ins Bewusstsein der Bürger einzudringen. Was teilweise vor der Prozessphase über mich geschrieben wurde, liess mich erwarten, dass viel mehr Leute sich gegen mich wenden. Das Gegenteil war der Fall. Ich bekam Briefe nicht nur von Bayern-Fans, sondern auch von Dortmund-Fans, Schalke-Fans, von Richtern und Staatsanwälten, von Intellektuellen und einfachen Leuten. Sie schrieben, dass sie den Hut vor mir ziehen, wie ich den Fehler eingestanden und meine Strafe angenommen habe.

«Den meisten, die versuchten, mich kaputt zu schreiben, ist es nicht gelungen, ins Bewusstsein der Bürger einzudringen.»

Hat der Zuspruch auch mit der Figur Uli Hoeness zu tun, wie sie viele Leute vor dem Steuerbetrug wahrgenommen haben?
Das glaube ich schon. Aber ich hätte nicht gedacht, dass diese monatelange Kampagne bei den Leuten nicht mehr Eindruck gemacht hat.

Was hat die Kampagne mit Ihnen gemacht?
Mit mir gar nicht so viel. Mit meiner Familie hingegen schon. Meine Frau und meine Kinder sind im Internet unterwegs. Ich lese ja gar nichts online. Das hat mich die Zeit auch überstehen lassen.

Wie haben Sie Ihre Familie davon überzeugt, dass Sie als starke Figur zu den Bayern zurückkehren wollen?
Meine Frau hat das respektiert. Ob ich sie wirklich überzeugen konnte, wage ich sehr zu bezweifeln. Meine Kinder, die lange nicht wollten, dass ich zurückkehre, haben es nun akzeptiert. Weil sie sehen, dass die Reaktion der Öffentlichkeit ehrlich und keine Show ist.

Sie sind Ende November unter stehenden Ovationen wieder als Bayern-Präsident gewählt worden.
Ich war in den Tagen vor der Wahl unglaublich nervös. Beim Brexit lagen die Prognosen total daneben, Trump wurde völlig unerwartet gewählt. Ich dachte: Vielleicht stimmt es ja gar nicht, was ich empfinde, vielleicht denken die Leute in der Mehrheit ganz anders über mich und wollen mich vielleicht doch nicht mehr. Wenn ich nur 55,3 oder 60 Prozent der Stimmen erhalten hätte, hätte ich es als Absage betrachtet.

Es wurden bei 7152 anwesenden Stimmberechtigten 97,7 Prozent Stimmen für Sie.
Ich hatte gedacht und gehofft, dass es zwischen 80 und 90 Prozent sein werden.

War es einer Ihrer schönsten Siege?
Das ist kein Sieg. Aber dieser fast bedingungslose Rückhalt ist für meine Aufgabe sehr wichtig.

Was ist vom Wieder-Präsidenten Hoeness zu erwarten?
Ich habe vor der Wahl keine Interviews gegeben und keinen Wahlkampf gemacht. Ich wollte nichts ankündigen und versprechen, sondern die Leute völlig unbeeinflusst lassen. Das Einzige, was ich bisher festgelegt habe: Ich treffe mich alle zwei, drei Monate mit Mitgliedern, die ausgelost werden. So weiss ich, was an der Basis los ist. Ich lege auf die Befindlichkeit des Menschen mehr Wert als viele andere.

Erklärt genau das Ihre Beliebtheit?
Ich glaube schon, dass ich ein volksnaher Präsident und Mensch bin. Ich liebe das Bad in der Menge und gehe lieber im Pullover zu einem Fanclub als im Smoking zum Wiener Opernball. Die Leute spüren, dass ich ein Kümmerer bin, dass ich möglichst viele Probleme zu lösen versuche, dass ich ein Diener und Dienstleister für Mitglieder bin.

«Ich glaube schon, dass ich ein volksnaher Präsident und Mensch bin.»

Es gibt vermutlich niemanden, der nach einer Haftstrafe so triumphal ins Berufsleben zurückkehrt wie Sie.
Einige sagten, die Resozialisierung sei okay, die soll der Hoeness machen, aber: In sein altes Amt müsse er nicht gleich zurück. Das ist doch ein Widerspruch! Ich kann nicht als Strassenkehrer zurückkehren. Für eine funktionierende Resozialisierung muss ich das tun, was ich kann. Ich bin gerade 65 geworden und kann nicht noch einmal von vorne beginnen. Und wenn Sie die Briefe von Fans sehen, die ich weiterhin bekomme, dann ist es der Wille des Volkes, dass ich jetzt wieder da bin, wo ich aus deren Sicht hingehöre.

Bei aller Volks- und Menschennähe: Sie sind auch ein Machtmensch.
Ohne die Macht auszuüben, kann man einen so grossen Verein nicht führen. Aber: Im Zweifel immer für die menschliche Entscheidung – ob mit Mitarbeitern, mit Spielern, verletzten Spielern, Gegnern … Ich habe mich mit der Zeit jedoch auch total verändert. Als ich zum FC Bayern kam (1970 als Spieler, 1979 wurde er nach einer Knieverletzung mit 27 Jahren Manager), war das ein Club mit Schulden. Daraus ist ein sehr erfolgreicher und wirtschaftlich unabhängiger Verein geworden. Und so, wie die Bayern nach oben gekommen sind und mein Renommee gestiegen ist, habe ich die Ellbogen nicht mehr aus-, sondern eingefahren. Je höher du kommst, desto menschlicher musst du werden.

Ihren Biss haben Sie trotzdem nicht verloren, oder?
Wenns darauf ankommt und jemand die Bayern beleidigt, kann ich schon noch austeilen.

Wir haben es schon ein wenig gehört in den letzten Wochen …
... ach, heutzutage ist jeder flapsige Satz aus der Abteilung Attacke (so nennen es die deutschen Medien, wenn Hoeness verbal austeilt). Dabei habe ich bis jetzt noch keinen Satz von mir entdecken können, der tatsächlich attackierend gewesen ist.

Neulich sagten Sie, Sie seien nach der Zeit in Haft demütiger – und sozialer.
Je mächtiger und grösser jemand wird, desto grosszügiger muss man gegenüber anderen sein. Meine soziale Haltung hat sich nach oben entwickelt, je mehr Erfolg und Geld ich hatte. Heute ist es für mich das schönste Gut, anderen zu helfen.

RB Leipzig helfen Sie aber nicht, deutscher Meister zu werden?
So weit geht die Liebe nicht. Aber wenn jemand unschuldig in Not kommt, bin ich bereit, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um zu helfen.

«Ich bin eines der Glückskinder, die besonders zufrieden sein müssen.»

Tun Sie das für den Applaus der Öffentlichkeit?
Von 98 Prozent der Dinge, die wir und ich machen, wissen Sie nichts. Ich habe nie darüber gesprochen und werde es auch nie tun.

In diesen Tagen haben Sie in der Schweiz zwei Anlässe an Symposien und spenden die Gage in der Höhe von jeweils 25'000 Euro.
Ja, das Geld kommt Kinderhilfswerken in Afrika oder Stiftungen zugute.

Werden wir Uli Hoeness auch wieder in Talkshows erleben, wo Sie sich vor dem Steuerbetrug immer wieder sehr pointiert und auch politisch geäussert haben?
Das habe ich nicht vor.

Weil Sie wissen ...
... weil ich weiss, dass ich eine Schwachstelle habe, die nicht wegzudiskutieren ist.

Hatten Sie Ihre Aktiengeschäfte und die nicht deklarierten Steuerwerte nie in Ihrem Hinterkopf, wenn Sie früher öffentlich aufgetreten sind?
Das hat mich schon belastet, aber ich müsste ganz weit ausholen, um zu erklären, wie schwierig das war. Mein wirtschaftlicher Vorteil aus meiner Wertschriftenspekulation betrug minus 3 Millionen Euro, so steht das auch im Urteil. Es ist den deutschen Steuergesetzen geschuldet, dass ich überhaupt Steuern nachzahlen und ins Gefängnis musste für Geschäfte, die keine Erträge abgeworfen haben. Das war mir bis zu meiner Selbstanzeige nicht klar.

Sie haben einmal gesagt, Sie hätten mit Wertpapieren zocken müssen …
... ich musste nicht, aber es hat mir Spass gemacht.

Ist das immer noch so?
Nein.

Sie müssen sich auch nicht dagegen wehren, es nicht mehr zu tun, weil es wie eine Sucht ist?
Überhaupt nicht.

Das war einmal: Uli Hoeness gibt im Fernsehen Tipps zur Finanzpolitik. Quelle: OdeToAsia/Youtube

Wenn wir uns Ihr Leben anschauen: Fussballprofi, Weltmeister, mit 27 Jahren verletzungsbedingtes Ende der Karriere, Manager und Präsident des FC Bayern, einen Flugzeugabsturz überlebt, Unternehmer, Gefängnis – Sie haben für drei gelebt.
Ich habe intensiv gelebt.

Denken Sie manchmal, dass Ihr Leben verrückt ist?
Ja. Aber meine grösste Errungenschaft ist meine Familie. Auch bei uns herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. Doch wenn ich sehe, wie wir zusammenstehen, meine Kinder, meine Frau, mein Umfeld – dann habe ich in mir ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit. Ich spüre ein wohliges Gefühl jeden Morgen, wenn ich aufstehe. Ich bin eines der Glückskinder, die besonders zufrieden sein müssen.

Gibt es etwas Spektakuläres, das Sie noch erleben möchten?
Früher wollte ich immer höher, schneller, weiter. Dieses Gefühl habe ich nicht mehr. Ich habe mit unserer Gesellschaft in einer Hinsicht Mühe. Verdient eine Firma in diesem Jahr eine Milliarde, im nächsten Jahr aber nur noch 950 Millionen, ist das schon ein grosses Problem und die Aktien brechen um 20 Prozent ein. Das Streben nach Titelgewinnen, nach dem Triple und dann auch noch die Club-WM – das habe ich nicht mehr. Ich tue alles, um optimale Voraussetzungen hinzubekommen. Ich bin aber der Letzte, der dem Trainer den Kopf abreisst, wenn wir die Champions League nicht gewinnen. Dafür kann ich mich aufregen, wenn unsere Mannschaft gegen Ingolstadt einen Mist spielt und mit Ach und Krach 2:1 gewinnt.

Was ist Ihnen wichtiger: Mit dem FC Bayern die Nummer 1 zu sein, oder dass Ihre Würste als unübertrefflich bewertet werden?
Ich glaube, dass unsere Würste schon jetzt sehr, sehr gut sind. Also brauche ich daran nicht mehr viel zu arbeiten.

Die «Süddeutsche Zeitung» hat einmal einen Test gemacht …
... jaja, den für den Test zuständigen Redaktor haben wir zu uns nach Hause zum Grillieren eingeladen, und am Ende hat er eingesehen, dass sie beim Grillen einen Fehler gemacht haben. Die Tester haben die Würste der Konkurrenz, die 80 Gramm wiegen, genauso lange gegrillt wie unsere, die 20 Gramm wiegen. Man kann sich vorstellen, wie unsere Wurst dann ausschaut. Auf unserem Grill haben wir ihm das demonstriert, und er hat es respektiert.

Sie regten sich über den Artikel dermassen auf, dass Sie den zuständigen Redaktor anriefen?
Ich war im Urlaub am Strand in Südfrankreich und las den Artikel, in dem etwas stand, das mich zur Furie machte. Das Fazit von einem Superkoch, der den Test durchführte: Die verschrumpelte Wurst sei ein Indiz dafür, dass da Wasser drin sei. Genau das Gegenteil ist der Fall! In die original Nürnberger Rostbratwurst darf nämlich kein Wasser rein! Und was dieser Koch dann so erzählt … Ignorant ohne Ende!

Das lassen Sie nicht auf sich sitzen.
Nein, nein, nein! Denn als Benchmark in diesem Bereich gelten eigentlich wir.

«Das Streben nach Titelgewinnen, nach dem Triple und dann auch noch die Club-WM – das habe ich nicht mehr.»

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.01.2017, 11:08 Uhr

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