Hintergrund

Die schwersten Krawalle mit Schweizer Klubs

Nicht nur das sonntägliche Zürcher Derby wurde von Randalierern heimgesucht. Schon vorher gab es schwere Krawalle mit Schweizer Klubs – eine Übersicht.

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Eine Übersicht der nationalen Sportagentur Sportinformation zeigt, dass es mehrmals Ausschreitungen mit Beteiligung von Schweizer Klubs gab.

2. Oktober 1997, Uefa-Cup, Grasshoppers - Croatia Zagreb

Im alten Hardturm eskaliert die Situation im Block der Gästefans. Unzählige Petarden fliegen in den Strafraum, nachdem es unter den kroatischen Fans zu Krawallen gekommen war. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie nicht. Die Spieler mussten die brennenden Feuerwerkskörper richtiggehend umspielen. Die Partie wurde zu Ende gespielt, GC verlor 0:5.

3. November 1998, Uefa-Cup, Fiorentina - Grasshoppers

In der Pause, als die Spieler auf dem Weg in die Garderoben waren, detoniert neben dem Spielertunnel ein Kracher. Der vierte Offizielle wurde verletzt. Schiedsrichter Michael Piraux (Be) brach die Partie, die wegen einer Stadionsperre gegen die Fiorentina in Salerno stattfand, in der Pause beim Stande von 2:1 für die Italiener, die schon das Hinspiel in Zürich 2:0 gewonnen hatten, ab. GC wurde von der Uefa ein Forfaitsieg zugesprochen, wodurch die Zürcher die nächste Runde erreichten.

18. März 2001, Nationalliga A, Sion - Servette

Eine aus dem Sittener Fan-Block geworfene Petarde trifft Servette-Goalie Eric Pédat. In der Pause lässt sich der Keeper auswechseln und klagt über Gleichgewichtsstörungen und Ohrenschmerzen. Servette spielt unter Protest zu Ende und verliert 1:2. Die Disziplinarkommission der Liga ordnet ein Wiederholungsspiel an.

13. Mai 2006, Axpo Super League, FC Basel - FC Zürich

Der FCZ wird durch ein Tor in der allerletzten Sekunde Schweizer Meister. Danach laufen mehrere hundert Basler Fans auf den Platz, eine geordnete Pokalübergabe ist nicht möglich. Hinter der Tribüne kommt es zu Strassenschlachten zwischen Basler Hooligans und der Polizei. Der FC Basel wird mit einer Stadionsperre von zwei Spielen («Geisterspiele») sowie mit einer Busse von 80'000 Franken belegt.

2. Mai 2008, Axpo Super League, FC Basel - FC Zürich:

FCZ-Fans werfen nach dem zweiten Basler Tor (Endstand 0:4) rund zehn Petarden in den darunter liegenden Familien-Sektor. Das Spiel wurde unterbrochen, rund 800 Zuschauer mussten evakuiert werden. Nach dem Spiel gab es weitere Ausschreitungen, bei denen 45 Personen verletzt wurden. Der FCZ wurde mit zwei Geisterspielen sowie einer Busse von 30'000 Franken bestraft.

2. Oktober 2011, Axpo Super League, GC- Zürich:

Im Block mit den GC-Fans kommt es in der 76. Minute zu Ausschreitungen, nachdem mehrere Petarden (wohl) von FCZ-Fans in diesen Sektor geworfen wurden. Schiedsrichter Sascha Kever bricht die Partie beim Stande von 2:1 für die Grasshoppers ab. (fal/si)

Erstellt: 02.10.2011, 21:22 Uhr

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