Dieser Mann kann der Schweiz das Leben schwer machen

Der Däne Christian Eriksen hat einen überragenden rechten Fuss. Sonst muss sich die Schweiz in der EM-Qualifikation vor nicht viel fürchten.

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Dänemark, Irland, Georgien und Gibraltar sind die Gegner der Schweiz in der EM-Qualifikation. Das Los hat es nicht so schlecht gemeint, fürchten muss sich die Schweiz vor allem von einem Körperteil. Dem rechten Fuss von Christian Eriksen (26).

Eriksen ist der Star der Dänen. Und die Dänen sind mutmasslich stärkster Konkurrent um den Gruppensieg. Eriksen steht beim englischen Spitzenclub Tottenham unter Vertrag. Er kann Tore erzielen, häufig trifft er mit Schüssen oder Freistössen aus der Distanz. Und er kann Tore vorbereiten. Seine Flanken und Zuspiele sind erstklassig.

Eriksen wechselte 2009 mit 16 Jahren aus Dänemark in die Nachwuchsabteilung von Ajax Amsterdam, 2013 zog er zu Tottenham weiter. In der vergangenen Saison erzielte er in 37 Premier-League-Partien zehn Tore, in der laufenden Saison hat er erst in der Champions League zweimal getroffen. Gemäss englischen Medienberichten steht er auf der Wunschliste von Real Madrid sehr weit oben.

Das Jungtalent von Borussia Dortmund

Die dänische Nationalmannschaft, seit 2016 trainiert vom Norweger Age Hareide (65), bewegte sich zuletzt auf ähnlichem Niveau wie die Schweiz. An der WM in Russland schieden die Dänen im Achtelfinal nach Penaltyschiessen gegen den späteren Finalisten Kroatien aus. In der Nations League spielten sie in der Stärkeklasse B und gewannen ihre Gruppe vor Wales und Irland. Eriksen war in den vier Partien mit zwei Treffern bester Torschütze seines Teams - wie in der WM-Qualifikation, wo er acht Mal getroffen hatte.

Zum Team der Dänen gehören auch Yussuf Poulsen (RB Leipzig), Thomas Delaney (Borussia Dortmund) oder Simon Kjaer (FC Sevilla), im Tor steht Kaspar Schmeichel von Leicester City. Demnächst dürfte von Borussia Dortmund der aufstrebende Jüngling (20) Jacob Bruun Larsen von der U-21 ins A-Nationalteam aufrücken.

Irland: Ein miserables 2018

Es ist noch nicht lange her, da waren die Iren ziemlich gefürchtete Gegner. Sie paarten Kampfkraft mit individueller Klasse. Robbie Keane war ein erstklassiger Stürmer, Shay Given ein hervorragender Goalie, Damien Duff ein wirbliger Flügel und Roy Keane ein Bösewicht im Mittelfeld.

Diese Zeiten sind vorbei. Im aktuellen Kader stehen praktisch nur Spieler, die europaweit unbekannt sind. Die Mehrheit ist in der zweithöchsten englischen Liga engagiert. Nationaltrainer Martin O’Neill musste gerade gehen, weil die Iren ein miserables Jahr hinter sich haben.

2016 war die irische Nationalmannschaft noch an der EM gewesen (Achtelfinal), auf dem Weg an die WM 2018 scheiterte sie erst in der Barrage - allerdings wuchtig 1:5 gegen Dänemark nach einem 0:0 im Heimspiel. 2018 ging es rasant bergab. Das Team konnte von neun Partien (fünf Testspiele, vier in der Nations League) nur eines gewinnen. In der Nations League gingen die Iren in Wales 1:4 unter und punkteten nur im Heimspiel gegen Dänemark (0:0) sowie beim bedeutungslos gewordenen letzten Match in Aarhus (erneut 0:0).

Das Beste an den Iren ist deshalb zurzeit ihr Heimstadion an der Landsdowne Road, nach dem Umbau 2010 heisst es Aviva Stadium. Mit fast 52’000 Zuschauern kann es hier auch laut werden, wenn sich das Heimteam nur schon einen Einwurf erkämpft. In der aktuellen Verfassung haben die Iren nur Chancen auf einen Platz unter den Top 2 der Gruppe, wenn sich die Schweizer und Dänen selbst schlagen. Die weiteren Gegner Georgien und Gibraltar können höchstens in einzelnen Partien Spielverderber sein.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.12.2018, 13:17 Uhr

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