«Druck bei Dortmund gegen Schalke ist grösser»

Alex Frei wurde vor dem Spiel gegen England über die Spuckaffäre, die Sex-Affäre von Wayne Rooney und die Pfiffe in St. Gallen befragt. Tagesanzeiger.ch/Newsnet interviewte den Captain.

Was Alex Frei von Steven Gerrard hält: Das Interview mit dem Captain der Nationalmannschaft.

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«Alex Frei, warum gibt es in der Schweizer Nationalmannschaft nicht einen solchen Sexskandal», wurde der Captain der SFV-Auswahl sofort gefragt. Der Basler verdrehte kurz die Augen und meinte, dass er hier sei, um darüber zu sprechen, «wie wir England schlagen können». Das Mittel dazu: «Ein Tor mehr schiessen als der Gegner.»

Neben den üblichen Fussballer-Plattitüden, die nebenan auch Scott Sutter und Stéphane Grichting und später auch Ottmar Hitzfeld von sich gaben, freut sich Frei auf «ein fantastisches Spiel für uns alle» und die Nationalhymnen vor dem Spiel. «Die englische Mannschaft umgibt eine gewisse Aura, sie hat eine riesige Ausstrahlung», sagte er im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet. «England spielt in den Qualifikationen immer besser als an den Endrunden – leider für den englischen Fussball», hat Frei auch beobachtet.

Frei lobt Gerrard

Die Engländer werden viele Fans mitbringen, ist Frei sicher. «Die Stimmung wird grossartig sein. Jetzt liegt es an uns, dass der Funke auch aufs Publikum springt», so Frei. Selbst als gestandener Profi mit Vergangenheit in Frankreich und Deutschland freue er sich auf solche Spiel. Als «Highlight in einer Karriere» bezeichnet er einen Ländervergleich mit dem «Mutterland des Fussballs». «Aber der Druck ist bei Dortmund gegen Schalke wesentlich grösser», fügte er lachend an.

«England hat Vorteile in der Körpergrösse, in der Kraft und vielleicht auch in der Schnelligkeit», zählte der 40-fache Torschütze für die Schweiz auf. «Wir sind die Aussenseiter, aber vielleicht ist das unsere Chance», erklärte er weiter. Die Schweiz habe gegen grosse Mannschaften immer besser gespielt als gegen vermeintlich kleine. Der Exploit an der WM gegen Spanien ist noch in lebhafter Erinnerung. «Die Engländer sind zielstrebiger, aber von der Ästhetik her ist Spanien etwas anderes.»

Freis letzte Begegnung mit den Three Lions war an der EM 2004 in Portugal mit der unrühmlichen Spuckaffäre. Die Geschichte wurde wieder ausgegraben und von Frei weggewischt. «Das liegt jetzt sechs Jahre zurück», erklärte er kurz. Vielmehr lobte der Stürmer den Spielmacher von Liverpool. «Er schiesst unglaublich viele Tore und ist der dominanteste Spieler im Verein. Es macht einen unglaublichen Unterschied, ob er spielt oder nicht», sagt Frei.

Erstellt: 06.09.2010, 14:49 Uhr

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