Ein bisschen Leben für den HSV

2:2 bei Hoffenheim – Hamburg gewinnt erstmals seit Mitte Oktober einen Punkt. Nun kommt es zum Krisenduell.

Erleichterung bei Nicolai Müller, dem Torschützen des 2:2.

Erleichterung bei Nicolai Müller, dem Torschützen des 2:2. Bild: Keystone

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Nach drei Spielen ohne Sieg und 11 Gegentreffern gab der Hamburger SV ein Lebenszeichen ab. Gegen das aufstrebende Hoffenheim kam der Krisenclub zu einem 2:2-Unentschieden – es war erst der dritte Punkt in dieser Bundesligasaison. Zwar verbleibt der HSV am Tabellenende, aber er machte sich wenigstens ein bisschen Mut. «Das war ein kleiner Schritt vorwärts für uns», sagte Gotoku Sakai. Der Japaner hatte vor diesem Spiel den Schweizer Johan Djourou als Captain abgelöst.

Filip Kostic brachte den bislang nie aus der Bundesliga abgestiegenen Traditionsclub nach knapp einer halben Stunde in Führung, Hoffenheim gab aber kurz vor der Pause die Antwort darauf. Nach dem Seitenwechsel war es der Schweizer Steven Zuber, der das Heimteam in dieser abwechslungsreichen Partie mit einer strammen Direktabnahme erstmals in Front brachte. Der HSV drohte erneut auf die Verliererstrasse zu geraten.

Nicolai Müller wendete die Niederlage mit dem neuerlichen Ausgleich und seinem dritten Saisontor ab. «Es geht für uns darum, Mut zu sammeln», sagte der Stürmer hinterher. Er habe eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einem verdienten Punktgewinn gesehen, fügte er an. «So wie heute müssen wir dort weitermachen», forderte Captain Sakai.

Am kommenden Samstag empfängt der HSV den Lokalrivalen Werder Bremen zum emotionalen Nordderby. Dieses wird nun noch brisanter: Während Hamburg punktete und sich den Bremern bis auf vier Punkte näherte, verloren diese zuhause gegen Eintracht Frankfurt. Auf höchst unglückliche Weise: Nachdem Bremen 1:0 geführt hatte, schoss Aymen Barkok die Frankfurter in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg.

(SDA)

Hoffenheim - Hamburger SV 2:2 (1:1). – 29'512 Zuschauer. – Tore: 28. Kostic 0:1. 45. Wagner 1:1. 49. Zuber 2:1. 61. Müller 2:2. – Bemerkung: Hoffenheim mit Zuber, ohne Schär (nicht im Aufgebot) und Schwegler (verletzt), Hamburger SV mit Djourou.

Bremen - Frankfurt 1:2 (1:0). – 39'261 Zuschauer. – Tore: 40. Grillitsch 1:0. 52. Meier 1:1. 90. Barkok 1:2. – Bemerkung: Bremen ohne Garcia (nicht im Aufgebot), Frankfurt ohne Seferovic (Ersatz) und Tarashaj (krank/Mandel-Operation).

Erstellt: 20.11.2016, 17:46 Uhr

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