Ein spätes Gegentor lässt Favre toben

Lucien Favre überwintert mit Borussia Mönchengladbach auf Platz 3 der Bundesliga-Tabelle. Aus dem neunten Sieg im neunten Heimspiel wird gegen Wolfsburg aber nichts.

Platz 3 erobert, Sieg verpasst: Für Lucien Favre war der letzte Bundesliga-Spieltag eine durchzogene Angelegenheit.

Platz 3 erobert, Sieg verpasst: Für Lucien Favre war der letzte Bundesliga-Spieltag eine durchzogene Angelegenheit. Bild: Keystone

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Die Gladbacher schienen gegen den VfL Wolfsburg auf bestem Weg zum neunten Sieg im neunten Heimspiel der Saison. Sie führten bis zur 86. Minute mit 2:1 und schienen das Geschehen unter Kontrolle zu haben. Dann aber rächte sich ihre Zurückhaltung. Der sieben Minuten zuvor eingewechselte Bas Dost stocherte den Ball nach einem Schuss von Luiz Gustavo zum 2:2-Endstand über die Linie. Gladbachs Trainer Lucien Favre schleudert wütend seine Getränkeflasche zu Boden. Es schien zunächst, als habe Dost im Abseits gestanden, es war jedoch gleiche Höhe.

Die beiden früheren FCZ-Spieler Ricardo Rodriguez und Raffael standen im unterhaltsamen Verfolgerduell gleich mehrmals im Brennpunkt. Das erste Mal in der 40. Minute: Rodriguez vertändelte den Ball gegen Raffael, der überlegte vor dem Tor aber viel zu lange und kam nicht mehr zum Abschluss. In der zweiten Hälfte glänzte zunächst Rodriguez. Nach Vorarbeit von Ivica Olic flankte er in der 53. Minute scharf in die Mitte zum lauernden Brasilianer Diego, der aus kurzer Distanz die nicht unverdiente Führung für die Gäste aus Niedersachsen erzielte. Favre ärgerte sich an der Seitenlinie fürchterlich, weil seine Abwehr trotz Überzahl ausgehebelt worden war.

Lange musste sich der frühere FCZ-Meistermacher aber nicht grämen. Bereits sechs Minuten nach dem 0:1 glich Raffael aus. Der flinke Stürmer, der schon in Zürich und Berlin unter Favre gespielt hatte, setzte sich gegen vier Verteidiger durch und versenkte den Ball aus 13 Metern kraftvoll ins lange Eck. Favre jubelte – und sollte bald für eine Weile noch mehr strahlen. In der 64. Minute klingelte es erneut hinter dem Schweizer Nationalkeeper Diego Benaglio im Wolfsburger Tor. Juan Arango, der Kunstschütze in Diensten der Borussia, traf mit einem direkten Freistoss aus 27 Metern herrlich in den rechten Winkel. Es schien der perfekte Abend für die Gladbacher zu sein – bis zum ärgerlichen Gegentreffer in der Schlussphase.

Mönchengladbach - Wolfsburg 2:2 (0:0)
53'301 Zuschauer (ausverkauft). - Tore: 53. Diego 0:1. 59. Raffael 1:1. 64. Arango 2:1. 86. Dost 2:2. - Bemerkungen: Mönchengladbach mit Xhaka, Wolfsburg mit Rodriguez, Benaglio, ohne Klose (Ersatz).

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.12.2013, 17:29 Uhr

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