Eklat schon vor dem ersten Gong

Am Samstag boxt der ukrainische Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko gegen seinen bulgarischen Herausforderer Kubrat Pulev. Die beiden sind schon jetzt im Infight.

Die Psychospielchen vor dem Kampf: Wladimir Klitschko zeigt den verwaisten Stuhl seines Gegners Kubrat Pulev an der Pressekonferenz. (Video: Youtube/RuptlyTV)


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Der Grund: Klitschkos Gegner Pulev wollte zur offiziellen Pressekonferenz eines Hamburger Fünfsternhotels mit einer sechsköpfigen Delegation um den deutschen Promoter Kalle Sauerland erscheinen. Doch da legte Klitschkos Manager Bernd Bönte, ebenfalls ein Deutscher, sein Veto ein. «Es steht im Vertrag, dass nicht die gesamte Entourage des Gegners dabei sein darf», erklärte er. Laut Vertrag dürften bei den offiziellen Terminen vor dem Kampf die beiden Kontrahenten nur von höchstens drei Personen begleitet werden.

Das Sauerland-Team zog sich darauf postwendend zurück und verliess die Pressekonferenz. «Wir sind doch keine bösen Menschen, was soll so eine Regelung», sagte Pulev. Sein Promoter Sauerland befürchtet weitere Eklats. «Wenn so etwas jetzt passiert, was passiert dann am Samstag im Ring?», fragte er.

Klitschko spricht von Gehirnwäsche

Klitschkos Manager Bönte bezichtigt die Gegenseite der Provokation. «Immer wieder haben wir Probleme mit den gleichen Leuten. Wir werden sehen, ob sich das bis zum Kampf wiederholt», sagte der Manager. Einen Ausfall des Kampfes, betont Bönte hingegen, halte er aber für absolut ausgeschlossen. «Spätestens am Freitag beim Einwiegen wird Pulev definitiv erscheinen. Schliesslich geht es für ihn gegen Wladimir um eine Kampfbörse von 1,4 Millionen Dollar.»

Weltmeister Klitschko hatte überhaupt kein Verständnis und schon keine logische Erklärung für das Wegbleiben seines Herausforderers. «Ich kann das nicht begreifen, er ist ganz schlecht beraten. Es sieht wie Gehirnwäsche aus. Da denkt jemand aus dem Umfeld für ihn», sagte der 38-Jährige. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.11.2014, 13:06 Uhr

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