Etoundi schoss den FCZ zurück an die Spitze

Der Stürmer aus Kamerun erzielte beim 3:1 der Zürcher in Sion zwei Treffer.

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Frank Etoundi hat zwei gute Wochen hinter sich. Zunächst debütierte er für die Nationalmannschaft von Kamerun in der Qualifikation zum Afrika-Cup in den Spielen gegen den Kongo und die Elfenbeinküste. Am Freitag kehrte er aus der Hitze Afrikas nach Zürich zurück – und gestern Samstagabend war er im kalten Sittener Tourbillon der Mann des Spiels. Er erzielte für die Zürcher kurz vor der Pause das 2:1, als er nach einem schnell ausgeführten Freistoss von Rodriguez die schläfrige Walliser Abwehr mit einem Antritt überrumpelte und Goalie Deana den Ball zwischen den Beinen hindurch ins Tor schob; und er besorgte das spielentscheidende 3:1, indem er Chikhaouis magistrale Vorarbeit kaltblütig vollendete.

Bei fünf Saisontreffern ist Etoundi mittlerweile angelangt, und er beweist mit seiner Schnelligkeit und Wucht seinen Wert für den FCZ immer nachhaltiger. «Franck ist in sehr guter Verfassung», lobte Spielmacher Davide Chiumiento, der an seinem 30. Geburtstag mit dem frühen 1:0 die Partie für die Zürcher in die richtigen Bahnen gelenkt hatte. Etoundi aber, der schon beim 3:1 im Derby gegen GC zweimal getroffen hatte, wollte seine Leistung nicht überbewerten. Mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht erklärte er: «Ich bedanke mich bei Rodriguez und Chikhaoui für die beiden wunderbaren Zuspiele.»

Endlich wieder ein Sieg im Tourbillon

Es wurde im Tourbillon je länger je offensichtlicher, dass Etoundi durch die beiden Länderspieleinsätze sehr viel Vertrauen gewonnen hat. «Ich bin jetzt Nationalspieler, das ist natürlich nicht schlecht», bemerkte er. Kamerun hat sich mit ihm souverän für die Endrunde des Afrika-Cups qualifiziert, und der FCZ steht auch dank seiner Torgefährlichkeit mindestens bis heute Nachmittag und der Partie Basel gegen Aarau wieder an der Tabellenspitze. «Das ist zwar schön, aber nur eine Momentaufnahme», relativierte Etoundi.

Aller Zurückhaltung zum Trotz war die Zufriedenheit in den Reihen der Zürcher gross. Bei Etoundi, bei Chiumiento («das war eine reife Leistung von uns») und bei Abwehrhaudegen Alain Nef («in Sitten zu gewinnen ist immer besonders»). Erstmals seit April 2011 gelang das dem FCZ wieder einmal. Dem Trainer Urs Meier war das nur Recht, zumal die Mannschaft auf den Ausfall des verletzten Gilles Yapi hervorragend reagiert hatte. Kajevic ersetzte im defensiven Mitteldfeld an der Seite von Kukeli den Yvorer ausgezeichnet.

Der FCZ ist also Leader wie zuletzt nach der 13. Runde Ende Oktober und vor dem verlorenen Heimspiel gegen den Tabellenletzten Luzern. Von jenem Rückschlag haben sich die Zürcher mit Siegen gegen Villarreal, in Aarau und nun in Sitten gut erholt. Sion-Trainer Jochen Dries jedenfalls stellte schonungslos fest: «Wir haben alles versucht, aber der FCZ war einfach besser.» (SonntagsZeitung)

Erstellt: 22.11.2014, 23:27 Uhr

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