FCB souverän – St. Gallen scheitert

Der FC Basel, Thun, Köniz und der FC Luzern, der sich knapp in St. Gallen durchsetzt, ziehen als erste Teams in die Cup-Viertelfinals ein.

Cupkampf unter Super-Ligisten: St. Gallens Steven Lang wird von Luzerns Sebastian Schachten gestoppt. (28. Oktober 2015)

Cupkampf unter Super-Ligisten: St. Gallens Steven Lang wird von Luzerns Sebastian Schachten gestoppt. (28. Oktober 2015) Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

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Nach den Grasshoppers ist der FC St. Gallen als zweiter Super-League-Verein aus dem Schweizer Cup ausgeschieden. Die Ostschweizer verloren in den Achtelfinals daheim das Super-League-Duell mit Luzern 2:3.

Die ersten vier Tore in St. Gallen fielen in den ersten 39 Minuten. Die Luzerner führten rasch 2:0 und stellten das Weiterkommen durch Jérôme Thiessons 3:1 bereits nahezu sicher. Das 2:3 von Dzengis Cavusevic fiel aus St. Galler Sicht zu spät, nämlich erst nach 92 Minuten.

Meister auch mit dem B-Team erfolgreich

Auch mit der zweiten Auswahl erreichte der FC Basel die Cup-Viertelfinals beim kleinen Nachbarn Muttenz aus der interregionalen 2. Liga ohne Mühe. Resultatmässig wurde es kurz nach der Pause spannend. Yoichiro Kakitani schenkte den Muttenzern mit einer ungeschickten Intervention im eigenen Strafraum einen Foulpenalty, den Manuel Jenni zum 1:2-Anschlusstreffer nutzte. Aber bereits 20 Minuten vor Schluss wurde mit dem 4:1 alles klar.

Die Rechnung von FCB-Trainer Urs Fischer ging perfekt auf. Er schenkte einigen Leistungsträgern wie Tomas Vaclik, Michael Lang, Marc Janko und Breel Embolo einen fussballfreien Abend. Andere Cracks setzte Fischer auf die Bank, ohne sie einzuwechseln. Die eingesetzten Spieler bekamen die Chance, sich beim Cheftrainer in Erinnerung zu rufen. Diese Gelegenheit nutzte Shkelzen Gashi mit Abstand am besten. Der zum Reservisten abgestiegene Topskorer der vergangenen Saison erzielte drei Tore selber und bereitete ein weiteres, das 1:0 von Daniel Hoegh nach 25 Minuten, vor.

Mässige Leistung von Saibenes FCT

Dritter Sieg im dritten Pflichtspiel für Thuns neuen Trainer Jeff Saibene – doch mit der Leistung beim 2:1 im Cup-Achtelfinal gegen den Erstligisten Wettswil-Bonstetten wird der Luxemburger kaum zufrieden sein. Nur dank Ridge Munsy, der vor wenigen Monaten selbst noch in der 1. Liga gespielt hatte, setzte sich der Favorit durch. Der Stürmer, in der Innerschweiz aufgewachsen und mit Wurzeln im Kongo, schoss noch vor der Pause die beiden Tore für genügsame Thuner. Zwischenzeitlich hatte Kalyon für Wettswil-Bonstetten sogar ausgleichen können. Thun steht zum fünften Mal in den letzten sieben Jahren in den Cup-Viertelfinals.

Der vierte Anlauf war für Köniz der richtige. Nachdem der Berner Vorortsclub aus der Promotion League in den letzten drei Saison in den Achtelfinals jeweils am FC Zürich, den Grasshoppers und am FC Sion gescheitert war, schaffte er es nun dank dem 2:1 beim Zweitligisten Red Star Zürich endlich zum ersten Mal in der Klubgeschichte in die Cup-Viertelfinals.

Der Sieg war am Ende auch etwas glückhaft. Red Stars Fabbricatore traf in der 89. Minute mit einem Freistoss nur den Pfosten, worauf der Ball vom Rücken des Könizer Keepers Moser an den anderen Pfosten flog. Letztlich genügte Köniz eine durchschnittliche Leistung zum Erfolg. Zwischen den Teams war kaum ein Unterschied von zwei Klassen auszumachen. Doch die Berner, die vom früheren YB-Torhüter Bernhard Pulver trainiert werden, zeigten sich zumindest bei stehenden Bällen etwas abgeklärter.

Schweizer Cup, Achtelfinals. Spiele vom Mittwoch:
Muttenz - Basel 1:5 (0:2)
Muttenz. - 5800 Zuschauer (Platzrekord). - SR Amhof. - Tore: 25: Hoegh (Gashi) 0:1. 35. Gashi (Kakitani) 0:2. 48. Jenni (Foulpenalty) 1:2. 62. Gashi (Delgado) 1:3. 72. Gashi (Freistoss) 1:4. 75. Ajeti (Foulpenalty) 1:5.
Basel: Vailati; Aliji, Hoegh, Akanji, Traoré; Kuzmanovic; Ajeti, Delgado, Gashi, Kakitani; Callà.
Bemerkungen: Basel ohne Degen, Boëtius, Samuel (alle verletzt), Vaclik, Lang, Ivanov, Janko und Embolo (alle geschont/nicht aufgeboten). Lattenschuss: 28. Callà. Verwarnungen: 38. Gashi (Foul), 45. Hoegh (Foul).

St. Gallen - Luzern 2:3 (1:3)
6081 Zuschauer (Saison-Minusrekord). - SR Bieri. - Tore: 13. Fandrich 0:1. 23. Schneuwly (Basha) 0:2. 24. Lang 1:2. 39. Thiesson (Basha) 1:3. 92. Cavusevic 2:3. St. Gallen: Herzog; Hefti, Russo, Gelmi, Angha; Everton; Tafer (69. Aratore), Mutsch, Wiss (11. Janjatovic, 66. Cavusevic)), Lang; Salli.
Luzern: Zibung; Schachten, Affolter, Puljic, Thiesson; Kryeziu (91. Arnold), Basha; Fandrich (73. Haas), Freuler, Jantscher (86. Hyka); Schneuwly.
Bemerkungen: St. Gallen ohne Aleksic, Gotal, Dziwniel und Lässer (alle verletzt), Facchinetti, Eisenring und Mathys (alle nicht im Aufgebot). Luzern ohne Lezcano (gesperrt), Sarr und Brandenberger (beide verletzt), Lustenberger und Oliveira (beide nicht im Aufgebot). 72. Freistoss von Jantscher an die Latte. Verwarnungen: 50. Everton (Foul). 75. Basha (Foul). 77. Aratore (Reklamieren). 78. Salli und Jantscher (beide Foul). 88. Kryeziu (Spielverzögerung).

Wettswil-Bonstetten - Thun 1:2 (1:2)
1450 Zuschauer. - SR San. - Tore: 18. Munsy (Wittwer) 0:1. 34. Kalyon 1:1. 42. Munsy 1:2.
Thun: Ruberto; Joss, Sulmoni, Bürki, Wittwer; Sutter, Hediger; Peyretti (86. Zarate), Frontino, Rojas (57. Rapp); Munsy (79. Buess).
Bemerkung: Thun ohne Siegfried, Ferreira und Bigler (alle verletzt) sowie Wieser, Reinmann und Schirinzi (alle nicht im Aufgebot/geschont).

Red Star Zürich - Köniz 1:2 (0:1)
520 Zuschauer. - SR Tschudi. - Tore: 14. Pfründer (Varela) 0:1. 54. Osmani 0:2. 75. Durand 1:2.
Bemerkung: 89. Freistoss von Fabbricatore an den Pfosten.
(fal/si)

Erstellt: 28.10.2015, 22:10 Uhr

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