FCB trennt sich von Trainer Fischer

Trotz Erfolgen: Der FC Basel wechselt im Sommer den Coach aus. Den Nachfolger von Urs Fischer will die neue Club-Leitung später präsentieren.

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Der FC Basel und Trainer Urs Fischer gehen ab dem Sommer getrennte Wege. Der Zürcher ist seit 2015 im Amt und eigentlich drauf und dran, die zweite Meisterschaft hintereinander zu gewinnen. Ende Mai steht Fischer auch im Cupfinal gegen den FC Sion an der Seitenlinie.

Dennoch will der Club den Vertrag nicht verlängern: «Die designierte neue sportliche Führung des FC Basel 1893 hat entschieden, die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Urs Fischer nach Abschluss der laufenden Saison zu beenden und mit einem neuen Trainer in die Spielzeit 2017/2018 zu gehen», heisst es in einer Mitteilung. Auch Fischers Assistenten Markus Hoffmann und Marco Walker müssen den FCB im Juni verlassen.

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Der designierte Sportchef und ehemalige FCB-Stürmerstar Marco Streller hat sich bereits zum Entscheid geäussert:

Die neuen Club-Verantwortlichen um den Medienunternehmer und Cineasten Bernhard Burgener argumentieren mit ihrem neuen Konzept: «Die Verantwortlichen sind zum Schluss gekommen, dass sie für die Umsetzung ihres Konzepts ‹Für immer rotblau› im Rahmen des anstehenden Umbruchs auch Akzente auf der wichtigen Position des Trainers setzen wollen.»

Einen neuen Trainer hat der Club nicht bekannt gegeben. Die FCB-Leitung will ihn in den kommenden Wochen präsentieren.

«Ich finde es sehr schade»

Fischers erste Reaktion auf die Trennung Ende Saison: «Ich war seit Januar über den möglichen Führungswechsel informiert. Ich finde es sehr schade, dass es nun für uns beim FCB zu Ende geht. Wir durften hier zwei sehr gute Jahre verbringen. Damit meine ich nicht nur, dass wir auf dem Platz Titel gewinnen konnten, sondern auch, wie wir neben dem Platz als Team der 1. Mannschaft funktioniert haben. Aber ich kann den Entscheid der designierten neuen sportlichen Führung nachvollziehen, sie will einen Neuanfang.»

Wicky, der logische Kandidat

Wer als Trainer diesen Neuanfang mittragen wird, ist offen. «Wir haben ein Anforderungsprofil», verriet Streller ohne ins Detail zu gehen. Namen von Kandidaten kommunizierten er sowie Alex Frei und Massimo Ceccaroni, seine Kollegen in der technische Kommission, erwartungsgemäss nicht. Vom Konzept, das sich die neue Führung vorstellt, mit der Integration von jungen Spielern, scheint der derzeitige Basler U21-Trainer Raphael Wicky ein logischer Anwärter.

Eine Deadline für die Ernennung des neuen Trainers wurde nicht gesetzt. Da die Kaderplanung für die nächste Saison bald vorangetrieben werden muss, dürfte ein Entscheid aber nicht allzu lange auf sich warten lassen. Wie dann die zu erwartenden Veränderungen innerhalb der Mannschaft ausfallen, konnte Streller nicht sagen. «Wir sind noch nicht ins Detail gegangen. Aber wir werden jetzt nicht dem Jugendwahn verfallen, sondern auch erfahrene Spieler haben.» (rub)

Erstellt: 10.04.2017, 12:10 Uhr

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