FCZ mit «glücklichem» Derby-Sieg gegen ineffizientes GC

Die FCZ-Neuzuzüge Jorge Teixeira und Stejpan Kukuruzovic sorgten im 221. Derby für die Differenz. GC scheiterte an der ungenügenden Chancenauswertung.

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«Der FCZ hat das 2:0 im richtigen Moment geschossen», erklärten nach der Partie die bedien Trainer Urs Fischer und Ciriaco Sforza unisono. Stjepan Kukuruzovic hatte eine Viertelstunde vor Schluss des 221. Zürcher Derby den zweiten Treffer für den FC Zürich erzielt und so für die Erlösung gesorgt. Das Tor fiel in eine Phase, als das Derby zunehmend abflachte.

Es war wie schon im Auftaktspiel gegen den FC Basel. Der FC Zürich startete auch ins Derby vor eigenem Anhang zurückhaltend und bekundete zu Beginn einige Mühe mit dem aggressiven Pressing des Gegners. Nach einer Viertelstunde fand das Team von Urs Fischer besser in die Partie und lancierte erste gefährliche Konter. Als Dusan Djuric einen Freistoss von links tückisch in den Strafraum von GC dreht, stand – wie schon am Dienstag beim FC Basel – der neu verpflichtete Abwehrchef Jorge Teixeira richtig und erzielte das 1:0 für den FCZ.

Guatellis Rettungstat

Mit der Führung im Rücken beschränkte sich der FCZ auf die Wahrung des Besitzstandes und des knappen Vorsprungs. Die Grasshoppers wurden indes zunehmend gefährlicher. Ebenfalls nach einem Freistoss und einem kleinen Absatztrick von Veroljub Salatic stand der Brasilianer Silas praktisch alleine vor Andrea Guatelli. Der Debütant scheiterte am glänzend reagierenden FCZ-Keeper (37.). Es sollte bis zum Ende die beste Möglichkeit der Grasshoppers bleiben.

Einmal landete der Ball zwar im Tor hinter Guatelli, der eine gute Partie zeigte, während Johnny Leoni abermals auf der Tribüne Platz nehmen musste. Der Italiener liess einen Schuss von Steven Lang nur abprallen, und Steven Zuber traf ins Netz. Doch der GC-Spieler war – wie drei Teamkollegen auch – im Offside und der Treffer wurde zurecht nicht anerkannt.

Nach dem Seitenwechsel setzte Eric Hassli ein kleines Ausrufezeichen mit einem Schuss, doch danach zog sich der FCZ wieder vermehrt ins defensive Schneckenhaus zurück. Mit seinen Kontern blieben die Hausherren zwar gefährlich, doch zumal brachten sie sich auch selber in Gefahr. Teixeira korrigierte die Nachlässigkeit der Abwehr.

«Mannschaft wirkte blockiert»

Schliesslich stach ein zweiter Neuzuzug des FC Zürich: Der eingewechselte Tunesier Yassine Chikhaoui lancierte Hassli ideal in die Tiefe und die Hereingabe des Franzosen wurde zur perfekten Vorlage für Kukuruzovic, dem in der Pause für Xavier Margairaz eingetretenen Neuling. Nach dem ersten Treffer des früheren Thuners fanden die Grasshoppers keinen Weg mehr zurück, vielmehr vergab Hassli kurz vor Schluss gar das 3:0.

Dennoch sprach Fischer nach dem Spiel von einem «glücklichen» Sieg. «Die Mannschaft wirkte blockiert und GC hatte mehr Ballbesitz. Die Organisation half uns», meinte der FCZ-Trainer. Und Sforza trauerte den verpassen Möglichkeiten nach. «Wir haben die Chancen nicht genutzt», bedauerte er. «Aber wir haben es mit dieser jungen Mannschaft versucht. abgerechnet wird erst am Schluss.»

Erstellt: 25.07.2010, 19:32 Uhr

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Zürich - Grasshoppers 2:0 (1:0)

Letzigrund. - 15'800 Zuschauer. - SR Grossen. - Tore: 21. Teixeira (Freistoss Djuric) 1:0. 76. Kukuruzovic (Hassli) 2:0.
Zürich: Guatelli; Stahel, Zouaghi, Teixeira, Rodriguez; Schönbächler (57. Chikhaoui), Aegerter, Margairaz (46. Kukuruzovic), Djuric; Alphonse (70. Mehmedi), Hassli.
Grasshoppers: König; Voser, Vallori, Smiljanic, Pavlovic; Salatic, Toko; Lang (46. Lenjani), Rennella, Zuber (72. Hajrovic); Silas (59. Abrashi).
Bemerkungen: Zürich ohne Barmettler und Buff (beide verletzt), Grasshoppers ohne Callà, Cabanas, D'Angelo. 39. Tor von Zuber wegen Offside aberkannt. Verwarnungen: 25. Aegerter, 35. Voser, 69. Zuber, 74. Hassli (alle Foul).

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