«Fans» sollen nach Auschwitz

Wie gegen Rassismus und Antisemitismus auf den Rängen vorgehen? Chelseas Roman Abramowitsch hat da Spezielles vor.

Genug von Antisemiten unter «seinen» Fans: Roman Abramowitsch.

Genug von Antisemiten unter «seinen» Fans: Roman Abramowitsch. Bild: Alastair Grant/Keystone

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Der Besitzer des Londoner Clubs hat eine Idee, die für Kontroversen sorgen dürfte. Wie die «Sun» berichtet, will Roman Abramowitsch, ein russisch-israelischer Doppelbürger, Chelsea-Anhänger, die im Heimstadion Stamford Bridge mit rassistischen und vor allem antisemitischen Parolen negativ auffallen, zum früheren Konzentrationslager Auschwitz schicken.

Abramowitsch will diese «Fans» vor die Wahl stellen: Saisonkarte abgeben oder ab nach Polen! Chelseas Vorstandsvorsitzender Bruce Buck unterstützt dieses Vorhaben: «Nur weil du diese Leute aus dem Stadion verbannst, werden sie ihr Verhalten nicht ändern.» So aber gebe man ihnen die Chance, ihr Benehmen zu überdenken – und zu ändern.

Die Idee sei gemäss «Sun» bereits im September 2017 aufgekommen. Damals waren Chelsea-Fans negativ aufgefallen im Spiel gegen Stadtrivale Tottenham, einem Club mit grossem jüdischen Fanlager. Bei der Umsetzung sieht auch Buck Probleme: «Wenn 50 oder 100 Leute gleichzeitig singen, wird es fast unmöglich, sofort gegen alle vorzugehen. Wenn wir aber einzelne Individuen ausmachen, können wir etwas unternehmen.»

Abramowitschs Vorhaben ist aber nicht bloss eine Schnapsidee. Laut «Sun» will Chelsea für die Reisekosten der fehlbaren Supporter aufkommen und sie wirklich ins frühere Todescamp schicken. (kk)

Erstellt: 11.10.2018, 20:11 Uhr

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