Fast alles pink bei Beckhams Inter Miami

Die US-Profimannschaft mit dem englischen Besitzer steht kurz vor der Premiere – doch ist der Name erlaubt?

Visualisierung des Miami Freedom Park, der 2022 stehen soll. Auf der Dachterasse gibt es Palmen und eine Cocktailbar. Quelle: YouTube

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Neymar fällt immer auf. Mit pink gefärbten Haaren sowieso – und genau so überraschte sogar der PSG-Spieler Anfang Februar bei einem Spiel die Fans. Es wird gemunkelt, der Brasilianer schmeichelte damit explizit David Beckham. Denn: Bei Beckhams Inter Miami ist die auffällige Farbe omnipräsent. Pink im Logo, auf den Trikots und im Stadion.

Neymars Auftritt mit pinker Haarpracht. Bild: Getty Images

In einem Gespräch mit Beckham auf dem YouTube-Kanal «Otro» scherzte Neymar jüngst denn auch: «In ein paar Jahren wird Beckham mein Präsident sein.» Das ist aber allenfalls weit entferntes Wunschdenken für den früheren Captain des englischen Nationalteams. Eine Woche vor dem allerersten Ernstkampf der Franchise in der Major League Soccer steht das zusammengewürfelte Kader zwar. Die grossen Namen aber fehlen.

Glamour bringt bisher vor allem Besitzer Beckham selber, der die Lizenz für die Neugründung einer Mannschaft offenbar für 25 Millionen Dollar statt wie üblich 150 Millionen kaufen konnte. Alleinherrscher ist der 44-Jährige aber nicht, beteiligt ist zum Beispiel auch der reichste Mann Japans.

Inter Mailand macht Ärger

Gegensteuer bekommt Floridas neuer Fussballclub aus Italien. Und die zielt mitten ins Herz jedes Vereins: auf den Namen. Inter Mailand hat den Namen «Inter» 2014 in den USA schützen lassen und klagte. Der Club Internacional de Fútbol Miami, so heisst Inter Miami mit ganzem Namen, legte Einspruch gegen die Klage ein, war in erster Instanz aber chancenlos. Die Italiener müssen in einer nächsten Instanz nachweisen, dass eine Mehrheit der amerikanischen Fussballfans den Namen «Inter» direkt mit Mailand verbindet. So ist der Markenschutz gewährleistet – und Beckham steht mit schlechten Karten da.

Beckham im Lockhart Stadium, das zwei Jahre lang die Heimat von Inter Miami sein wird. Bild: Screenshot Instagram

Wie gut aufgestellt die Mannschaft auf dem Platz ist, darf sie am Samstag zum ersten Mal in einem Testspiel beweisen. MLS-Saisonstart ist Ende Februar, das erste Heimspiel findet am 14. März statt. Inter Miami spielt noch in einem umgebauten American-Football-Stadion nördlich der Stadt. In zwei Jahren fertig sein soll der clubeigene «Miami Freedom Park» mit 25’000 Zuschauern. Das Dach der Arena soll dabei einer Strandpromenade gleichen: Palmen und eine Cocktailbar sind geplant.

Ein endgültiges Urteil im Namensstreit dürfte erst gegen Ende Jahr fallen. Entweder einigen sich Inter Mailand und Inter Miami aussergerichtlich, oder Beckham muss sich dann wohl einen neuen Namen, ein neues Logo und vielleicht eine andere Clubfarbe suchen. Dem Pink ebenfalls nicht allzu treu ist Neymar. Vor wenigen Tagen wich seine farbige Haarpracht einem Millimeter-Schnitt.

Pink ist weg: Neymar mit neuem Look. Bild: Getty Images (te)

Erstellt: 15.02.2020, 08:38 Uhr

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