Favres erstes Interview

Nach fünf Niederlagen zum Saisonstart reichte der Schweizer bei Gladbach seinen unwiderruflichen Rücktritt ein. Offenbar ist er wieder bereit.

Lucien Favre hat die Batterien wieder aufgeladen.

Lucien Favre hat die Batterien wieder aufgeladen. Bild: Keystone

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Lucien Favre hatte mit seinem Rücktritt nach fünf sieglosen Spielen zum Saisonstart seinen Chef überrumpelt und sogar vor den Kopf gestossen. Der Romand liess sich an diesem 20. September 2015 aber nicht mehr umstimmen, packte seine Koffer und flüchtete Hals über Kopf zurück in die Schweiz.

Seine Auszeit soll aber nicht mehr von langer Dauer sein, wie der 58-Jährige in einem ersten Interview mit der «Sport Bild» 150 Tage nach seinem Rücktritt erklärte. «Sie wissen, dass ich immer offen für neue Dinge bin. Ich bereite mich vor auf eine neue Herausforderung», sagte Favre.

«Das funktioniert auf die Länge nicht»

Er reise viel, sei mit seiner Frau in Costa Rica in den Ferien gewesen und bilde sich weiter. «In verschiedenen Bereichen», betont er. Es sei inzwischen allerdings schwierig geworden, bei anderen Vereinen und besonders im Ausland zu hospitieren. «Die Trainer und Vereine machen ihre Anlagen zu, wollen ihre Geheimnisse, zum Beispiel Inhalte von Trainingseinheiten, nicht preisgeben», bedauert Favre.

Er schaue sich auch die Spiele von Gladbach an. «Ich schaue sehr, sehr gerne und mit Freude Gladbach. Natürlich ist das speziell», sagte Favre. Dabei gehe es ihm in erster Linie gar nicht um die Ergebnisse, sondern um die Art und Weise, wie Gladbach Fussball spiele. «Ich wünsche Borussia alles Gute.»

Dass er nach seinem Abgang bei Gladbach nicht gleich wieder ins Geschäft eingestiegen ist, erachtet er nach wie vor als die richtige Entscheidung. «Es war immer mein Ziel, bei der nächsten Station besser zu sein als bei der letzten, das ist auch jetzt so, und dazu benötigst du vor allem Frische», ist sich Favre sicher. Eine neue Aufgabe könne man nur annehmen, wenn der Akku voll aufgeladen sei, nicht zur Hälfte oder zu drei Vierteln. «Das funktioniert auf die Länge nicht.» (tn)

Erstellt: 17.02.2016, 15:52 Uhr

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