Deutschland

Fink weiter ohne Sieg als HSV-Trainer

Thorsten Fink bleibt nach dem 1:1 gegen Kaiserslautern mit dem Hamburger SV weiter ohne Bundesliga-Sieg. Lukas Podolski führte den Köln mit zwei Treffern zum Sieg.

HSV holt Remis, Köln gewinnt: HSV-Trainer Thorsten Fink und Matchwinner Lukas Podolski.

HSV holt Remis, Köln gewinnt: HSV-Trainer Thorsten Fink und Matchwinner Lukas Podolski. Bild: Keystone

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Am letzten Dienstag konnte Fink wenigstens im Cup nach dem erzitterten 2:1-Erfolg nach Verlängerung über den Viertligisten Eintracht Trier ein kleines Erfolgserlebnis feiern. Doch ein Sieg im Zitterduell gegen Aufsteiger Kaiserslautern wäre ihm gestern wohl lieber gewesen. Zumal den Hamburgern im Cup für die Achtelfinals ein schweres Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart zugelost worden war.

Die Hamburger ärgerten sich nach dem 1:1 über fehlendes Schlachtenglück. In der Tat war einiges gegen das Team des früheren FCB-Trainers gelaufen. Nach nur 22 Minuten wurde der HSV-Verteidiger Slobodan Rajkovic wegen einer dummen Intervention im Strafraum vom Platz gestellt worden. Der Serbe nahm im Zweikampf mit Christian Tiffert im eigenen Strafraum den Ellbogen etwas zu heftig in Anspruch. Der Kaiserslauterer erlitt dabei eine blutende Wunde an der Stirn, die noch am Spielfeldrand genäht werden musste.

Aufholjagd zu Zehnt

Mit nur neun Feldspielern mussten die Hamburger vor 55'000 Zuschauern lange unten durch, zumal auch Topskorer Mladen Petric wegen einem Muskelfaserriss im Oberschenkel nicht zur Verfügung stand. In der 38. Minute gingen die Gäste durch ein Traumtor von Pierre De Wit in Führung. Der Lauterer traf mit einem Direktschuss aus 25 Metern präzise in die rechte hohe Ecke. Nach einer Stunde schien der Ausgleich des Gastgebers Tatsache. Paolo Guerreros Treffer wurde jedoch nicht anerkannt, weil er bei der Ballannahme den Arm zu Hilfe genommen hatte.

Sieben Minuten später aber konnte der Peruaner nach seinem wuchtigen Kopftor doch noch jubeln. Zu mehr sollte es dem HSV jedoch nicht mehr reichen. Er ist nun bereits seit sieben Monaten ohne Heimsieg und verbleibt weiter auf einem Abstiegsplatz. Der 1. FCK dagegen blieb das dritte Spiel in Folge ungeschlagen und liegt auf dem 13. Platz. Der Vorsprung auf die Hamburger ist mit lediglich drei Zählern aber sehr gering.

Podolski im Alleingang

Der deutsche Nationalspieler Lukas Podolski legte mit seinen Saisontreffern sieben und acht in der 19. und 24. Minute (Penalty) den Grundstein zum verdienten 3:0-Erfolg der Rheinländer gegen die Schwaben und verdarb damit auch seinem Ziehvater Jos Luhukay die Rückkehr nach Köln. Den dritten Treffer erzielte Slawomir Peszko (56.). Der Augsburger Torsten Oehrl sah nach einem groben Foulspiel die rote Karte (75.).

Während der Augsburger Coach, der als Co-Trainer der Kölner Podolskis Karriere massgeblich geprägt hat, mit seiner Mannschaft auf einen Abstiegsplatz abrutschte, stellte Köln den Anschluss ans obere Mittelfeld her. Dass die Kölner nach zwei bitteren Pleiten wieder Licht am Ende des Tunnels sehen, hatten sie vor allem Podolski zu verdanken, der vor 48'000 Zuschauern seine Mannschaft nicht nur von Beginn an mitriss, sondern mit seinem Doppelschlag in der ersten Halbzeit auch massgeblich für neues Selbstvertrauen bei den Gastgebern sorgte. (si)

Erstellt: 30.10.2011, 22:28 Uhr

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Infobox

1. FC Köln - Augsburg 3:0 (2:0)

48'000 Zuschauer. - Tore: 19. Podolski 1:0. 24. Podolski (Foulpenalty) 2:0. 56. Peszko 3:0. - Bemerkung: 75. Platzverweis Oehrl (Augsburg) wegen grobem Foul.

Hamburger SV - Kaiserslautern 1:1 (0:1)

55'348 Zuschauer. - Tore: 38. De Wit 0:1. 65. Guerrero 1:1. - Bemerkung: 22. Platzverweis Rajkovic (HSV) für Tätlichkeit.

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