Fischer als Fischer

Cristiano Ronaldo mit Muskeln und Sehnen. Bei Urs Fischer fragt sein Torhüter auf Instagram: «Trainer, bis wann habe ich Urlaub?»

«Von meiner gestrigen Auszeit in Brandenburg»: Union-Coach Urs Fischer zeigt seinen neusten Fang auf Instagram. (Bild: Instagram/urs_fischer_trainer)

«Von meiner gestrigen Auszeit in Brandenburg»: Union-Coach Urs Fischer zeigt seinen neusten Fang auf Instagram. (Bild: Instagram/urs_fischer_trainer)

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Cristiano Ronaldo, oder nur: CR7, zeigt gern, dass sein Körper vor allem aus Muskeln und Sehnen besteht, in Bade- und anderen kurzen Hosen, er zeigt sich knutschend im Jacht-Pool (mit Freundin), mit Sohn, Pokale (viele) küssend, viel anderes noch.

Der Portugiese hat auf Facebook, Instagram und Twitter gegen 374 Millionen, die ihm weltweit folgen. Auch Franck Ribéry zeigt viel, in einem Ferrari sitzend, als Hase an Ostern, und manches, was man eigentlich nicht sehen will, vor einem mit Blattgold verzierten Steak in Dubai beispielsweise.

Die Stars inszenieren sich in den sozialen Medien, sie sind meistens beraten von Agenturen; die grossen Clubs benutzen immer mehr diese Kanäle, sie können damit ihre Informationen steuern.

Auch Urs Fischer, der Zürcher Trainer, den sie inzwischen in Berlin so vergöttern, seit er mit dem Kultclub 1. FC Union Berlin in die erste Bundesliga aufgestiegen ist, hat einen Account auf Instagram und Facebook. Er habe, sagt er, keine Zeit, selber aktiv zu sein, aber er bestimme, was draufkomme, antworte auf Kommentare. Es ist bisher wenig, aber müsste man Fischer porträtieren, die Fotos und seine Bemerkungen dazu würden ein ehrliches Bild des Menschen Fischer ermöglichen.

Urs Fischer kürzlich im Trainingslager, mit Brille und Ball, angespannten Händen, sehr konzentriert. «Einfach eisern, die Mannschaft wieder beisammenzuhaben», schreibt er.

Urs Fischer im roten Shirt seiner Union aus seinen Ferien in Las Vegas. «Es fühlt sich immer noch unglaublich und unfassbar an, was wir gemeinsam erreicht haben!» Sein Torhüter Rafal Gikiewicz reagierte: «Trainer, eine Frage:)? (Smiley mit Sonnenbrille) bis wann habe ich Urlaub??»

Urs Fischer am Jahresende. «Ich wünsche allen eine besinnliche Weihnachtszeit, einen guten Rutsch und viel Gesundheit. Take care!»

Urs Fischer als Fischer, stolz eine Bachforelle präsentierend. «Von meiner gestrigen Auszeit in Brandenburg.»

Urs Fischer jubelnd in der Nacht des Aufstieges. «Für solche Momente arbeitet man ein ganzes Leben. Zusammen und füreinander haben wir Grosses vollbracht!»

9150 folgen ihm inzwischen. «Nimm dich nicht zu wichtig», ist Fischers Lebensmaxime.

Es ist keine zwei Jahre her, er war arbeitslos, da sagte er der NZZ, es sei schön, wenn hin und wieder jemand anrufe und nach ihm frage. Er weiss heute, im Erfolg, dass viele von ihm etwas wissen wollen.

Erstellt: 23.07.2019, 11:06 Uhr

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