Video

«Früher war ich auch nicht schneller als die anderen Jungs»

Tagesanzeiger.ch/Newsnet präsentiert vor dem Super-League-Start die Skills von sechs Zürcher Fussballgrössen. Heute: Anatole Ngamukol, der schnellste Mann von GC.

Schneller Mann auf dem Platz: Anatole Ngamukol ist die Rakete bei GC. (Video: Jan Derrer)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Anatole Ngamukol lebte als kleiner Bub in der Pariser Agglomeration. Einmal interessierte er sich für die Leichtathletik. Er spielte auch Rugby. Geworden aber ist aus ihm ein Fussballer mit eindeutigem Merkmal. Als er im Sommer 2011 als 23-Jähriger in die Schweiz kam, war er bald einmal «Le Sprinter».

Der Challenge-League-Verein Wil hatte Ngamukol praktisch gratis aus der fünften französischen Liga verpflichtet, dort war er nach einem Irrweg als junger Profi gelandet. Ein Jahr später wechselte der Stürmer für 100'000 Franken Ablösesumme nach Thun in die Super League, wo er seinen Marktwert mit sechs Toren in 17 Einsätzen innert sechs Monaten verzehnfachte. Die Grasshoppers kauften ihn im vergangenen Winter für eine Million Franken und gaben ihm einen Vertrag bis 2015 mit Option bis 2016.

Das Tempo ist nicht immer gut

Bei GC hat Senior Grichting noch immer den besten Antritt. Der junge Hajrovic sieht nicht besonders schnell aus, ist es aber. Niemand im Team jedoch spurtet nach ein paar Metern schneller als Ngamukol. Das Tempo, es ist für den 25-Jährigen mit Wurzeln in Äquatorialguinea nicht immer gut. Das liegt an seiner Technik, die ihm manchmal Mühe bereitet, den Ball zu kontrollieren, wenn er einmal im Schuss ist. «Er lebt von der Aggressivität und Dynamik», sagt Michael Skibbe, «aber er muss sich technisch verbessern». Der GC-Trainer denkt nicht nur an die Ballkontrolle, sondern auch an die Ruhe im Abschluss oder beim Pass.

Das Kompliment des Trainers

Trotz spielerischen Defiziten war Ngamukol in der vergangenen Saison mit 12 Treffern der fünftbeste Skorer der Liga. Und trotz dem ausgemachten Verbesserungspotenzial hat Skibbe in den ersten Trainingswochen Gefallen gefunden an seinem schnellsten Mann. Dem Deutschen passt, wie Ngamukol «den Weg des Widerstands» und die Zweikämpfe sucht, wie er sich behaupten will, wie er sich zwischendurch ins Mittelfeld fallen lässt und dann mit seinen Läufen wieder Lücken aufreisst. Wie er nicht nur einer fürs Stürmen ist, sondern auch einer fürs Verteidigen, weil er nach Ballverlusten schnell zum Gegenpressing ansetzt. Skibbe hält nichts davon, in Ngamukol nur einen sprintenden Fussballer zu sehen. Er findet: «Ngamukol ist gar nicht eindimensional, sondern sehr breit gefächert, sehr mannschaftsdienlich.»

Erstellt: 10.07.2013, 07:02 Uhr

Artikel zum Thema

«Der beste Techniker, den ich trainiert habe»

Video Tagesanzeiger.ch/Newsnet präsentiert vor dem Super-League-Start die Skills von sechs Zürcher Fussballgrössen. Heute: Davide Chiumiento vom FCZ – der Mann, der mit dem Ball tanzt. Mehr...

«Noch mehr Potenzial als Yann Sommer»

Video Tagesanzeiger.ch/Newsnet präsentiert vor dem Super-League-Start die Skills von sechs Zürcher Fussballgrössen. Den Start macht Roman Bürki, der Flugkünstler im GC-Tor. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Grosser Sammelspass für die ganze Familie

Perfekt für kalte Wintertage: Bei jedem Einkauf Marken sammeln und gegen exklusive «Disney Winterzauber»-Prämien von Coop eintauschen!

Kommentare

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Die Welt in Bildern

Nichts wie weg: Ein Känguru flieht vor den Flammen in Colo Heights, Australien, die bereits 80'000 Hektaren Wald zerstört haben (15. November 2019).
(Bild: Hemmings/Getty Images) Mehr...