Grasshoppers wollen nicht in die Türkei

Der Zürcher Fussballclub sorgt sich um die Sicherheit beim kommenden Match gegen Fenerbahçe Istanbul und fordert, dass diese gewährleistet wird.

Durch Sicherheitsbedenken gefährdet GC ein Heimspiel für Istanbul: Benjamin Lüthi im Spiel GC gegen Apollon Limassol in St. Gallen. (28. Juli 2016).

Durch Sicherheitsbedenken gefährdet GC ein Heimspiel für Istanbul: Benjamin Lüthi im Spiel GC gegen Apollon Limassol in St. Gallen. (28. Juli 2016).

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Die Probleme seit dem Putschversuch in der Türkei haben den Schweizer Fussball erreicht. So überlegt sich der Fussballclub GC Zürich, wegen Sicherheitsbedenken nicht zum Spiel gegen Fenerbahçe Istanbul anzureisen. «Wir sind zum Schluss gekommen, dass wir unsere Leute nach heutigem Wissensstand nicht guten Gewissens in die Türkei reisen lassen können,» so GC-Verwaltungspräsident Stephan Anliker zur «Sonntagszeitung».

Die Lage in der Türkei ist unsicher, seit dem blutigen Putschversuch wurden rund 60‘000 Personen verhaftet. Das Schweizer Aussendepartement EDA rät: «Meiden Sie Massenveranstaltungen und Demonstrationen jeder Art.» GC orientiert sich an dieser Warnung, das geplante Fussballspiel fällt unter die erste Kategorie.

Geringe Chancen für Hilfe von Uefa

GC fordert nun von der Uefa und vom Istanbuler Club, dass die Sicherheit der Schweizer Fussballer und deren Team von rund 50 Personen gewährleistet wird. «Wir fordern klare und nachvollziehbare Hinweise zur Sicherheit unserer Mitarbeiter.» Falls dies nicht geschieht, möchte GC Fenerbahçe an einem anderen Ort entgegentreten, ausserhalb der Türkei. Doch auch hier ist die Uefa involviert, denn sie muss eine Spielverlegung gutheissen.

Der Fall ist komplex, denn Zürich könnte vom verlorenen Heimvorteil Istanbuls profitieren. Auch geht es um 2,4 Millionen Euro. GC fehlt offizielle Unterstützung. Bisher hat sich die Uefa weder zum Fall geäussert, noch erkennen lassen, dass man sich um die Anfrage kümmere. Doch von Offiziellen hiess es laut Bericht, dass die Chancen von GC nahe bei null liegen.

(sep)

Erstellt: 07.08.2016, 19:51 Uhr

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