Gross unter Druck – aber ein Trainerwechsel ist kein Thema

Christian Gross, Trainer der kriselnden Young Boys, muss den Turnaround schaffen. Aber CEO Ilja Kaenzig sagt vor dem Heimspiel der gegen GC, die Frage nach einem Trainerwechsel stelle sich nicht.

Zum Abwinken: YB-Trainer Christian Gross war mit den Leistungen seines Teams zuletzt oft unzufrieden.

Zum Abwinken: YB-Trainer Christian Gross war mit den Leistungen seines Teams zuletzt oft unzufrieden. Bild: Andreas Blatter

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Am Samstag empfängt das kriselnde YB die in der Rückrunde desolaten Grasshoppers. Ciriaco Sforza, der GC-Trainer, wird (spätestens) Ende Saison gehen müssen – geht die Talfahrt des Schweizer Rekordmeisters weiter, dürfte Sforza schon früher ersetzt werden. GC strebt im Sommer mal wieder einen Neuaufbau mit frischem Personal auf allen Ebenen an. Noch ist dabei nicht klar, wer neuer Coach sein wird. Uli Forte (derzeit vereinslos) ist Topfavorit, und Murat Yakin, bei Luzern sehr erfolgreich, wird in der Branche ebenfalls gehandelt.

«Blick» gibt Gross schon auf

Die Young Boys begannen ja bereits im August 2010, mit der Absetzung des CEO Stefan Niedermaier, fast alles auf den Kopf zu stellen – sind aber auf ihrem angestrebten Kulturwandel hin zum Titelteam bös ins Trudeln geraten. Initiant der von den Verantwortlichen als «Phase 3» bezeichneten Umstrukturierung war und ist Benno Oertig, Stade-de-Suisse-Verwaltungsratspräsident. Oertig greift seit längerem stärker ins Tagesgeschäft bei YB ein. Und er war letztes Jahr auch die treibende Kraft bei der spektakulären Verpflichtung des Trainers Christian Gross.

Deshalb würde es erstaunen, wenn der Coach nicht noch mehr Zeit erhält, um YB – wie es sein Plan ist – zum Meister zu formen. Die Zeitung «Blick» aber hat das «Projekt YB und Gross» diese Woche in fetten Schlagzeilen bereits für gescheitert erklärt. Für den Boulevard ist vieles schwarz oder weiss, und eines ist ja klar: Die ambitionierten Young Boys müssen unter Gross nach bedenklich schwachen Vorstellung umgehend den Turnaround einleiten.

Eine weitere Heimniederlage morgen gegen GC würde die Lage verschärfen. Ilja Kaenzig aber erklärt, ein Trainerwechsel sei kein Thema. «Diese Frage stellt sich nicht», sagt der YB-CEO.

Erstellt: 13.04.2012, 07:59 Uhr

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