HSV-Lohnliste in Park gefunden

Der Club des Schweizer Nationalspielers Johan Djourou sorgt wieder einmal für negative Schlagzeilen – auf und neben dem Platz. Involviert ist auch der ehemalige Direktor des SFV.

Der Schweizer Nationalspieler Johan Djourou kommt mit dem HSV nicht zur Ruhe.

Der Schweizer Nationalspieler Johan Djourou kommt mit dem HSV nicht zur Ruhe. Bild: Keystone

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Der Hamburger SV, der einzige Club, der in der 52-jährigen Historie der Bundesliga als Gründungsmitglied noch nie aus dem Oberhaus absteigen musste, verkam in den letzten Jahren zu einem Chaosverein. In den beiden vergangenen Saisons konnten sich die Hanseaten nur in extremis und in der Barrage vor dem Abstieg in die zweite Liga retten. Und auch diese Saison beginnt schon wieder mit Peinlichkeiten.

Das Team von Trainer Bruno Labbadia hat sich in der ersten Runde des deutschen Pokals bis auf die Knochen blamiert und schied aus dem Wettbewerb aus. Nach der 2:3-Blamage bei Viertligist Carl Zeiss Jena liess Labbadia vor versammelter Presse seinem Frust freien Lauf. «Das fühlt sich scheisse an.» Jena habe völlig verdient gewonnen und mehr Leidenschaft auf den Platz gebracht. «Wir sind heute nicht an und über unsere Grenzen gegangen. Einfach enttäuschend.»

Die Gehaltsliste des HSV lag in Hamburger Park

Und wie das Leben manchmal so spielt, kommt ein Unglück selten allein. Zu allem Elend wurde jetzt auch noch die Gehaltsliste des Bundesliga-Dinos aufgefunden, mit den Millionengehältern der Profis. Wie die «Bild»-Zeitung berichtet, hat die Hamburger Altenpflegerin Alexandra D. die Liste entdeckt.

Die 38-Jährige habe im Hamburger Jenischpark zahlreiche geheime Unterlagen gefunden. Unter anderem eine Liste mit Gehältern und Prämien der Spieler (Stand Juni) und des Trainers ebenso wie Scouting-Reports und interne Dokumente, dazu private Unterlagen und Kreditkarten von HSV-Direktor Peter Knäbel.

Knäbel wurde beklaut

Der ehemalige Direktor des SFV bestätigt inzwischen das Auffinden der Dokumente: «Der Rucksack mit den Sachen wurde mir geklaut. Ich habe den Diebstahl inzwischen zur Anzeige gebracht», sagt Knäbel. Er habe den Diebstahl wegen eines Umzugs zuerst gar nicht bemerkt.

Die ehrliche Finderin Alexandra D. erklärt, dass man ihr auf der HSV-Geschäftsstelle zuerst gar nicht geglaubt habe. Erst als Knäbel von einer Reise zurückgekommen sei, habe sich alles aufgeklärt. Alexandra D. hat den Fund offenbar diskret behandelt. Und auch der Dieb schien kein Interesse an den Unterlagen gehabt zu haben.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.08.2015, 10:21 Uhr

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