Hansruedi Hasler wird YB-Direktor

Hansruedi Hasler erhielt am Samstag den Ehrendoktortitel der Universität Bern – und stösst als Technischer Direktor zu YB.

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Bei den Young Boys wird weiter eifrig an den Strukturen gearbeitet: Hansruedi Hasler verstärkt den Verein ab Januar 2011 als Technischer Direktor. «Hansruedi Hasler ist ein hochkompetenter Fachmann, der bei uns als Leuchtturm den roten Faden im sportlichen Bereich vorgeben soll», sagt Ilja Kaenzig. Der YB-CEO ist stolz auf Haslers Verpflichtung: «Wir haben die Stelle des Technischen Direktors neu geschaffen, weil wir mit Hasler den perfekten Mann dafür gefunden haben.» Kaenzig schwärmt von den Fähigkeiten Haslers: «Er kennt im Schweizer Fussball alle, vom SFV-Präsidenten über sämtliche Trainer bis zu den interessanten Juniorenspielern. Er soll YB eine Philosophie, eine Strategie und einen Spielstil vorgeben.» Die Tätigkeiten Haslers seien sehr vielschichtig. «Es geht zum Beispiel auch darum, unsere Talente richtig zu betreuen oder im sportwissenschaftlichen Bereich Kooperationen einzugehen.»

Hasler, der Fussballkenner

Hansruedi Hasler wird bei YB die technische Führung aller Abteilungen im Bereich Sport übernehmen und damit eng mit dem ihm unterstellten Sportchef Alain Baumann, den Trainern und dem Staff zusammenarbeiten – von der ersten Mannschaft über den Nachwuchs bis zu den Frauen. Der 62-Jährige soll in allen Abteilungen kurz-, mittel- und langfristige Pläne entwickeln und umsetzen. Hasler arbeitete jahrelang äusserst erfolgreich als Technischer Direktor beim Schweizerischen Fussballverband – und war ab 1995 verantwortlich für die ausgezeichnete helvetische Juniorenarbeit. Höhepunkte waren der EM-Titel der U-17-Junioren 2002 sowie natürlich der WM-Titel der U-17-Auswahl vor einem Jahr.

Seit Januar 2009 war der seriöse Schaffer Hasler auf Mandatsbasis als Sportlicher Berater bei den Grasshoppers angestellt. GC-Präsident Urs Linsi bedauert den Abgang Haslers: «Er hat bei uns wichtige Grundlagenarbeit geleistet. Wir hätten Hasler gerne behalten. Ich habe aber Verständnis dafür, dass er das attraktive YB-Angebot annahm.»

Kaenzig nicht zum 1.FC Köln

Zufälligerweise wurde Hansruedi Hasler für sein beeindruckendes Engagement in der Schweizer Nachwuchsförderung am Samstag im Casino Bern am Dies academicus der Ehrendoktortitel der Philosophisch-Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern verliehen – er wurde als «Götti der Fussballweltmeister 2009» gewürdigt.

Man darf gespannt sein, welche weiteren Anpassungen bei YB im Verein und im Stadionbetrieb in den nächsten Wochen und Monaten noch vorgenommen werden. Bezüglich Verstärkungen der Mannschaft spricht Ilja Kaenzig von einer «rollenden Planung». Noch gebe es keinen Favoriten als neuen Stürmer, den man ja in der Winterpause verpflichten will. Stellung nimmt Kaenzig zu den Spekulationen auf dem Kölner Medienboulevard, der YB-CEO werde als neuer Sportchef des 1.FC Köln gehandelt. «Es freut mich, ging mein Name in der Bundesliga nicht vergessen», sagt der frühere Manager Leverkusens und Hannovers. «Aber es gibt keinen Kontakt zu Köln. Und mir gefällt die Arbeit bei YB sehr, sehr gut.»

Wer verlässt YB?

Mehrere YB-Akteure, die in dieser Saison zum prominenten Bankpersonal gehören, wurden in den letzten Wochen mit GC, Zürich, Sion, Xamax oder Thun in Verbindung gebracht (Xavier Hochstrasser, Mario Raimondi, Alberto Regazzoni). «Wir bieten keinen Fussballer aktiv bei anderen Klubs an, denn wir brauchen ein breites Kader», erklärt Kaenzig. «Aber andere Vereine könnten einigen unserer Akteure wohl schon mehr Spielpraxis bieten.» Überraschen würde es jedenfalls nicht, wenn sich YB in der Winterpause von unzufriedenen Fussballern trennen würde. «Wir werden die Kaderplanung mit Hansruedi Hasler weiter intensiv vorantreiben, um in der Rückrunde noch stärker zu sein», sagt Ilja Kaenzig. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.12.2010, 08:37 Uhr

Neu bei den Young Boys: Hansruedi Hasler. (Bild: Keystone )

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