Interview

Herr Ponte, wie viele Tage geben Sie sich?

Sions neuer Trainer Raimondo Ponte sagt, weshalb er das Himmelfahrtskommando übernommen hat, wie er das Team aus der Krise führen will und was er von Präsident Christian Constantin erwartet.

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Raimondo Ponte, wer in Sion unter Präsident Christian Constantin Trainer ist, sitzt eigentlich sekündlich auf dem Schleudersitz. Wie viele Tage geben Sie sich als Trainer der Walliser?
Diese Frage musste ja kommen. Und sie ist eigentlich ganz einfach zu beantworten.

Schiessen Sie los.
Ich muss Erfolg haben, das ist doch klar. Ich muss die Mannschaft so schnell wie möglich aus der Abstiegszone führen. Wir müssen uns von Schlusslicht Lausanne klar distanzieren können. Wenn mir das nicht gelingt, ist meine Mission hier ebenso schnell wieder beendet. Ich bin mir durchaus bewusst, dass hier vor allem für die Trainer alles ein bisschen schneller geht als in anderen Vereinen. Da mache ich mir überhaupt keine Illusionen.

Wie lange dauert Ihr Vertrag?
Ich gehe davon aus, dass er vorerst einmal bis Ende Saison dauert.

Sie haben also noch keinen schriftlichen, sondern bloss einen Handschlagvertrag?
Zurzeit ist das noch so. Wir hatten wirklich noch keine Zeit, alles schriftlich zu fixieren. Das Wort von Christian Constantin genügt mir absolut, ich habe vollstes Vertrauen in ihn.

Wann hatten Sie mit Constantin erstmals Kontakt?
Das war am Montag. Er hat mich angerufen und mich gefragt, ob ich mir das überhaupt vorstellen könne.

Was haben Sie ihm geantwortet?
Ich habe ihm sofort gesagt, dass ich mir das selbstverständlich vorstellen könne.

Weshalb kam diese spontane Antwort so schnell?
Ich denke, dass man in Sion sehr viel bewegen kann. Diese Aufgabe hat mich sofort gereizt. Sion ist immer noch eine sehr gute Adresse im Schweizer Fussball.

Wie ging es dann weiter?
Am Dienstag habe ich mich mit Christian Constantin im Wallis erstmals getroffen. Wir haben erste Gespräche geführt. Um 14.30 Uhr habe ich dann erstmals mit der Mannschaft trainiert.

Was hatten Sie für einen ersten Eindruck?
Ich habe sofort gesehen, dass in dieser Mannschaft sehr viel Qualität steckt. Das sind alles wirklich hervorragende Fussballer.

Was haben Sie den Spielern gesagt?
Ich habe ihnen gesagt, was ich gesehen habe. Ich habe ihnen gesagt, dass die Qualität vorhanden sei. Doch dies allein genüge nicht, um Erfolg zu haben. Die Mannschaft müsse wieder als Einheit auftreten.

Sie sind zunächst also mehr als Psychologe denn als Trainer gefragt?
Das ist so. Ich werde viel mit der Mannschaft sprechen und Einzelgespräche führen. Ich muss sie davon überzeugen, dass wir nur gemeinsam als Kollektiv Erfolg haben können. Sion muss wieder eine Macht werden.

Wie meinen Sie das?
Wir müssen die Fans mit guten Leistungen wieder ins Tourbillon holen. Wenn hier die Euphorie ausbricht, dann ist Sion wieder eine Macht. Die Spieler müssen sich mit dem Club identifizieren und ihr Herzblut einbringen, so wie das der Präsident macht. Dann wird die Zeit wieder kommen, wo die Gegner Angst haben, hier zu spielen.

Hatten Sie mit Ihrem Vorgänger Laurent Roussey bisher Kontakt?
Nein, als ich anfing, war er schon nicht mehr hier.

Am Samstag geben Sie Ihren Einstand in Basel. Was erwarten Sie von diesem Spiel?
Wichtig ist, wie wir dort auftreten. Ich will eine Mannschaft sehen, die sich nicht einfach ihrem Schicksal ergibt.

Erstellt: 12.02.2014, 11:54 Uhr

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