Interview

«Herr Sforza, haben Sie Sesa zu Fall gebracht?»

Ciriaco Sforza sagt, weshalb er als Teammanager nach der Entlassung von David Sesa jetzt auch das Traineramt bei Schlusslicht Wohlen übernimmt.

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Herr Sforza, Sie waren bisher Teammanager in Wohlen. Der Verdacht liegt nahe, dass Sie mit der Entlassung von Trainer David Sesa etwas zu tun gehabt haben könnten.
Ich kann mir schon vorstellen, dass dieser Verdacht entstanden ist. Aber das wäre eine bösartige Unterstellung.

Weshalb?
Ich hatte nicht auch nur eine Sekunde etwas mit der Entlassung von David Sesa zu tun. Ich habe in der Winterpause die Funktion des Teammanagers übernommen und Sesa immer unterstützt und ihm den Rücken gestärkt.

Wer hat die Entlassung Sesas beschlossen?
Das war einzig und allein der Verwaltungsrat des FC Wohlen. Dort sitzen die unterschriftsberechtigten Leute.

Wann haben Sie von der Entlassung Sesas erfahren?
Als Teammanager war ich bei der 0:2-Niederlage am Samstag gegen Lugano natürlich noch hautnah bei der Mannschaft dabei. Nach dem Schlusspfiff musste ich meinen Sohn Gianluca schnell nach Hause bringen, weil er einen Termin hatte. Ich bin dann vielleicht zwanzig Minuten später wieder ins Stadion zurückgekehrt. Da wurde ich von der Freistellung Sesas unterrichtet.

Waren Sie überrascht?
Im ersten Augenblick schon. Doch so spielen nun mal die Mechanismen im Fussball. Wohlen hat in dieser Saison von zwanzig Spielen nur gerade eines gewonnen. Diese Niederlage gegen Lugano war für den Verwaltungsrat offenbar eine zu viel.

Wohlen ist allerdings mit einem 1:1 gegen Aufsteiger Vaduz hervorragend in die Rückrunde gestartet. Weshalb hatte man trotzdem kein Vertrauen mehr zu Sesa?
Das müssen sie die Verantwortlichen fragen. Es war tatsächlich so, dass die Mannschaft gegen Vaduz gezeigt hat, was wirklich in ihr steckt. Doch das Spiel gegen Lugano war wiederum nicht gut und ein herber Rückschlag für den Verwaltungsrat.

Wann haben Sie als Trainer zugesagt?
Der Verwaltungsrat hat mich noch am Samstag darum gebeten, den Job zu übernehmen, allenfalls man einen anderen Trainer suchen müsste. Ich habe dann spontan zugesagt.

Weshalb?
Ich habe vor meinem Einstig in den Profifussball bei den Grasshoppers bei FC Wohlen gespielt. Der Club war für mich ein Sprungbrett. Dieser Club liegt mir immer noch am Herzen. Ich will ihm helfen, damit er nicht absteigt.

Sie sind sich aber schon bewusst, dass eine Rettung eine kleine Sensation wäre.
Der Ligaerhalt ist machbar. Es sind noch 16 Runden zu bestreiten. Chiasso und Locarno, die drei respektive fünf Punkte Vorsprung aufweisen, liegen in unserer Reichweite.

Erstellt: 18.02.2014, 12:03 Uhr

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