Hitzfeld erklärt SMS-Verkehr mit Derdiyok

Ottmar Hitzfeld erteilt seinen Spielern auch schon mal eine Absage per SMS und ohne Begründung für die Nichtnomination. Darf das ein Nationaltrainer?

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Eren Derdiyok, einst Fixstarter unter Ottmar Hitzfeld, wurde für den WM-Test in Südkorea nicht mehr aufgeboten. Die Absage erfolgte per SMS und ohne Begründung, wie Derdiyok gegenüber «Bild» bestätigte. Aus seiner Enttäuschung macht er keinen Hehl. «Ich bin schon davon ausgegangen, dass ich konstant bis zur WM dabei bin.» Er habe die SMS zur Kenntnis genommen und auch nicht nachgefragt, weshalb er nicht nominiert worden sei.

Ottmar Hitzfeld mag eigentlich gar nicht gross auf das Thema eingehen. Er habe Eren Derdiyok lediglich mitgeteilt, dass er diesmal einen anderen Stürmer nominieren wolle. «Was ich im Detail in dieser SMS geschrieben habe, geht nur mich und Eren etwas an», sagt der Schweizer Nationalcoach gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Derdiyok habe auf die Nichtnomination aber sehr positiv reagiert. «Er hat mir in einem längeren SMS geantwortet und mir versichert, dass er hart an sich arbeiten werde, um bald wieder dabei zu sein.» Der Anspruch eines Nationalspielers müsse es im Übrigen sein, dass er im Club Leistung bringe und regelmässig spiele. «Dass Derdiyok in den letzten beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Albanien und Slowenien überhaupt dabei war, obwohl er in Leverkusen nicht regelmässig zum Einsatz kommt, war eine Ausnahme und muss es auch bleiben.»

«Dann darf ein Profi doch nicht gleich die Heulsuse spielen»

Kommunikationsberater Hermann Strittmatter, Chef der Werbeagentur GGK in Zürich, erachtet den Umgang von Ottmar Hitfeld mit seinen Spielern als absolut korrekt. «Wenn ein Nationalcoach mal keine Erklärung für seine Nichtnomination abgibt, darf ein Profi doch nicht gleich die Heulsuse und beleidigte Leberwurst spielen», gibt Strittmatter gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet zu bedenken. Derdiyok müsse sich nicht beklagen, und schon gar nicht wundern, schliesslich habe er sich auch seit seiner Rückkehr in Leverkusen bisher erneut nicht durchsetzen können.

Erstellt: 19.11.2013, 12:04 Uhr

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