«Ich bin wankelmütig geworden»

Bayerns scheidender Erfolgstrainer Jupp Heynckes hielt heute in München eine emotionale Pressekonferenz ab und informierte über seine Zukunft.

Braucht eine Pause: Jupp Heynckes spricht über seine Zukunft.
Video: Reuters

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Im Vorfeld dieser Pressekonferenz wurde viel spekuliert. Macht der 68-jährige Jupp Heynckes, der mit den Bayern die Champions League und das Double gewann, im Fussball weiter oder tritt der Triplesieger endgültig von der grossen Fussballbühne ab? Heynckes, der bei den Bayern dem spanischen Startrainer Pep Guardiola weichen muss, wurde mit allen europäischen Spitzenclubs in Verbindung gebracht, wobei vor allem über seine Rückkehr zu Real Madrid spekuliert wurde.

«Ich bin ans Limit gegangen»

Soeben stand Heynckes in München vor die Medien und verkündete mit feuchten Augen und schwerer Stimme, dass es für ihn vorerst einmal eine Auszeit statt einen Rücktritt gebe. Er zieht sich zurück, schliesst jedoch einen endgültigen Rücktritt aus. «Dieses Jahr ist an die körperliche Substanz gegangen, ich bin bis an das Limit gegangen. Ich habe nach dem verlorenen Champions-League-Finale im vergangenen Jahr gegen Chelsea keinen Urlaub gehabt. Ich habe besonders in den letzten Wochen gemerkt, dass ich ein Alter erreicht habe, in dem die Regeneration länger dauert. Ich habe gespürt, dass ich ans Limit gegangen bin. Es war wahnsinnig anstrengend und umfangreich. Ich bin zwischenzeitlich wankelmütig geworden. Andere Vereine hatten Interesse an einer Verpflichtung nach dieser Saison. Die reichen Clubs, wo das Geld keine Rolle spielt. Solche Vereine haben mich nie interessiert. Auch ein Club, der international heraussticht.»

In Zukunft möchte Heynckes seinen Hund spazieren führen, Musik hören, mit seiner Familie die freie Zeit geniessen und einfach ein bisschen Abstand vom Fussball gewinnen. Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge würdigte Heynckes und betonte, dass der FC Bayern immer für ihn da sei: «Wenn sein Urlaub irgendwann vorbei ist, und die Lebensgeister zurück sind, wollen Uli und ich noch einmal ein Gespräch führen und ihn fragen, ob die Türen beim FC Bayern nicht noch ein Stück weit offener sind.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.06.2013, 13:33 Uhr

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