«Ich habe mit Shaqiri schon einen Leibchentausch abgemacht»

Granit Xhaka spricht vor seinem letzten Spiel mit dem FC Basel über seine Emotionen, die Pläne von Lucien Favre und warum er auf eine Olympia-Teilnahme verzichtet.

Granit Xhaka spricht über seinen Aufstieg beim FC Basel und seinen Wechsel zu Mönchengladbach. (Video: Lukas Bertschmann)

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Das letzte Saisonspiel des FC Basel ist für alle Spieler etwas Besonderes, dürfen sie doch am Mittwoch im Anschluss an die Partie gegen die Young Boys den Meisterpokal küssen. Für einige ist das Heimspiel aber ganz speziell. Mit Benjamin Huggel, Scott Chipperfield, Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka, Marcel Herzog und David Abraham werden gleich sechs Spieler verabschiedet. Für den Jüngsten dieser Reihe bildet dieser Tag den Abschluss eines zweijährigen atemberaubenden Aufstiegs. «Wir haben in der Champions League Bayern und Manchester geschlagen, und in meinem ersten Spiel gegen Debrecen habe ich gleich ein Tor geschossen – die letzten zwei Jahre waren eigentlich ein einziges Highlight», sagt Xhaka rückblickend.

Neben dem Höhenflug mit dem FCB, wo sich der Basler schon mit 18 Jahren einen Stammplatz erkämpft hatte, feierte Xhaka auch mit dem Nationalteam Erfolge: U17-Weltmeister 2009, U21-Vizeeuropameister 2011, dazu Stammspieler in der A-Nationalmannschaft im Laufe des letzten Jahres. Kein Wunder, zieht es das Riesentalent in eine grössere Liga. «Die Bundesliga und die Premier League sind meine Favoriten, wobei ich die Bundesliga noch etwas stärker einschätze», sagt der 19-Jährige, der am 2. Juli sein erstes Training bei Borussia Mönchengladbach absolvieren wird.

Gladbachs Rekord-Transfer

Der Wechsel zu den «Fohlen» ist ein grosser Schritt für Xhaka. Mit 8,5 Millionen Euro Ablösesumme ist der Mittelfeldspieler der teuerste Spieler der Gladbacher Clubgeschichte. Angst vor dem Erwartungsdruck hat er deshalb aber nicht: «Ich habe gezeigt, was ich kann. Nicht nur in der Schweiz, sondern auch mit der Nationalmannschaft und in der Champions League.» Mit seinem künftigen Trainer Lucien Favre hat Xhaka bereits über seine Rolle gesprochen. «Er sieht mich auch als einer der beiden Sechser, aber etwas weiter vorn als bei Basel», erklärt der frühere Concordia-Junior. In dieser Position will Xhaka mithelfen, Gladbach unter den besten fünf Mannschaften in der Bundesliga zu etablieren. Seinem neuen Club ordnet er auch seine Olympia-Ambitionen unter: «Ich würde gerne gehen, aber das Team ist wichtiger. Ich will in der Champions-League-Qualifikation nicht fehlen.»

Aus Basel mitnehmen wird Xhaka seine Rückennummer 34. Diese hat er als jüngster Spieler beim FCB vor zwei Jahren erhalten. «Sie hat mir Glück gebracht. Das war meine erste Profi-Nummer, und ich hoffe, sie bringt mir bei Gladbach ebenso viel Glück wie in der Schweiz», sagt der Rechtsfüsser. Einmal noch trägt er seine Glückszahl aber im St.-Jakob-Park – zum letzten Mal an der Seite von Xherdan Shaqiri, des anderen FCB-Juwels, der in die Bundesliga wechselt. In der nächsten Saison wird Xhaka Gegner des Bayern Shaqiri sein. «Ich bin gespannt, wie es ist, gegen Xherdan zu spielen. Wir haben schon abgemacht, dass wir im ersten Spiel die Leibchen tauschen werden.»

Erstellt: 22.05.2012, 15:11 Uhr

Meisterbund in der BaZ

Lesen Sie im 18-seitigen Extrabund der Basler Zeitung vom Donnerstag alles über die erfolgreichste Saison in der Clubgeschichte des FC Basel.

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