«Ich hoffe, dass Russland gewinnt»

Murat Yakin sagt, weshalb er in der Schweiz weilt, was ihm in Moskau als Spartak-Trainer fehlt und was sein ehemaliger Teamkollege Marcel Koller mit Österreich gegen Russland heute Abend erwartet.

Spartak Moskaus Trainer Murat Yakin im Interview.

Spartak Moskaus Trainer Murat Yakin im Interview. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Murat Yakin, weshalb sind Sie gerade in der Schweiz?
Wegen der EM-Qualifikationsspiele steht auch in Russland die Nationalmannschaftspause an. Ich bin bloss kurz in Zürich, reise dann sofort weiter nach Wien zum EM-Qualifikationsspiel zwischen Österreich und Russland am Samstag. Immerhin stehen in meiner Mannschaft sieben aktuelle russische Nationalspieler.

Nationalcoach der Österreicher ist der Zürcher Marcel Koller, mit dem Sie einst noch eine Saison bei GC zusammengespielt haben. Hat er sich bei Ihnen ein bisschen schlaugemacht über Ihre Nationalspieler?
Nein, das hat er nicht. Marcel ist ein akribischer Trainer, der über jeden gegnerischen Spieler im Detail Bescheid weiss. Da braucht er meine Informationen nicht und schon gar nicht meinen Rat.

Was erwartet Marcel Koller gegen Russland?
Das wird eine sehr schwere Partie für die Gastgeber, auch weil die Österreicher mit David Alaba von den Bayern einen wichtigen Ausfall zu verzeichnen haben.

Wem drücken Sie die Daumen? Ihrem ehemaligen Teamkollegen Marcel Koller oder den Russen?
Nüchtern analysiert, ergeben sich für mich mehr Vorteile aus einem russischen Sieg. Das wäre eine zusätzliche Moralspritze für meine Spieler von Spartak Moskau und den weiteren Verlauf der russischen Meisterschaft. Ich hoffe, dass Russland gewinnt.

Spartak hat Tradition. Der Club hat Sie verpflichtet, um nach Jahren der Erfolglosigkeit endlich wieder einmal ins internationale Geschäft zu gelangen. Nach 13 Runden steht Ihr Team auf dem 8. Tabellenrang. Das kann Sie als ambitionierten Trainer wohl kaum befriedigen.
Nein, natürlich nicht. Aber wir liegen lediglich drei Punkte hinter dem zweitplatzierten ZSKA Moskau und zehn hinter Zenit St. Petersburg zurück. Wir sind zwar nicht im Plan, aber alles ist noch möglich.

Was meinen Sie mit Plan?
Nachdem, was ich für mich budgetiert habe, fehlen uns zwei bis drei Punkte, die wir aufgrund unserer Leistungen eigentlich verdient hätten. Im Grossen und Ganzen ist die Meisterschaft in Russland ausgeglichen.

Vor der Winterpause stehen noch vier Spiele an. Was erwarten Sie?
Wir sind zwar immer sehr gut vorbereitet. Aber hier in Russland ist es nicht anders als in der Schweiz. Es ist nicht einfach, Prognosen zu stellen. Schliesslich will der Gegner dasselbe wie wir, nämlich gewinnen. Und wie gesagt, die Meisterschaft ist ausgeglichen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.11.2014, 10:49 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sonntags bis freitags ab 7 Uhr die besten Beiträge aus der Redaktion.
Newsletter «Der Morgen» jetzt abonnieren.

Blogs

Sweet Home Kein Platz ist keine Ausrede

Tingler Nicht wirklich, oder?

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Immer wieder schön: Das Matterhorn spiegelt sich im Morgengrauen im Riffelsee bei Zermatt (22. Juni 2018).
(Bild: Vaelntin Flauraud) Mehr...