«Ich wollte schon zum Torjubel ansetzen»

Bayerns Goalie Manuel Neuer trieb Gladbach beim 0:0 zur schieren Verzweiflung. Was die Schweizer Lucien Favre und Yann Sommer zu einem grossen Bundesligaspiel sagen.

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Die deutschen Medien und Experten sind sich einig: Das Spitzenspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Leader Bayern München fand auf höchstem Niveau statt. Noch selten wurde über ein 0:0 so euphorisch berichtet wie diesmal. «Ein Spiel voller Intensität, Finesse, Strategie und individueller Qualität», bringt es Spiegel.de auf den Punkt. Grosses Thema war auch Bayerns Weltmeister-Goalie Manuel Neuer, der das Team von Lucien Favre mit Glanzparaden zur schieren Verzweiflung trieb.

Auch Gladbachs Torhüter Yann Sommer war tief beeindruckt von der Leistung seines Gegenübers. «Er ist Deutschlands Nationaltorhüter und Weltmeister, das sagt schon alles. Er hat ja oft nicht viel zu tun, heute hatte er zu tun. Und da hat er gezeigt, dass er Weltklasse ist. In einigen Aktionen dachte sogar ich, dass der Ball schon drin ist, und wollte schon ansetzen zum Torjubel. Aber dann kam sein Handschuh.»

Gladbach habe eine ausgezeichnete Mannschaftsleistung gezeigt. «Ich glaube, die Bayern wurden schon lange nicht mehr so gefordert. Am Schluss muss man festhalten: Wir hatten die besseren Tormöglichkeiten, eigentlich müssten wir dieses Spiel gewinnen. Aber Neuer hielt einige Schüsse herausragend. Aber diesen Punkt nehmen wir gerne mit, er gibt uns zusätzliches Selbstvertrauen.»

«Von nix kommt nix»

Sein Team habe einmal mehr bewiesen, wie viel Qualität es besitze. «Wir liessen nicht viele Chancen zu, und das will etwas heissen. Es sind ja nicht irgendwelche Spieler, die auf der Gegenseite standen. Wir kämpften, gewannen viele Zweikämpfe, gingen nicht zu viele Risiken ein.» Aber man müsse weiter so arbeiten und dürfe nicht nachlassen. «Von nix kommt nix. Wir haben uns diesen 2. Platz verdient. Wenn wir gegen die Bayern drei Punkte mitgenommen hätten, hätte niemand etwas gesagt.»

Sommer fühlt sich nicht als Bayern-Jäger. «Das interessiert uns nicht. Ich fühle mich als Gladbach-Spieler. Wir schauen nicht auf die Tabelle. Klar freuen wir uns, dass wir oben mit dabei sind. Aber wir wollen in erster Linie gute Spiele zeigen und punkten.»

«Die Bayern waren in der ersten Halbzeit besser»

Gladbachs Trainer Lucien Favre war mit dem Remis zufrieden. «Die Bayern waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, kontrollierten das Spiel, betrieben ein sehr intensives Pressing. Wir durften keine Sekunde verschlafen, sonst wäre es gefährlich geworden. Das haben wir geschafft. Kompliment an die Spieler», analysierte der Romand. In der zweiten Halbzeit sei dann Gladbach spielerisch besser gewesen. «Wir sollten mehr wagen, sonst wäre es schwierig geworden, wenn Bayern weiter so gedrückt hätte. Wir hatten einen besseren Spielaufbau und schufen uns so einige gute Möglichkeiten im Konter. Aber Bayern war stets präsent und blieb in der Offensive gefährlich. Das 0:0 geht in Ordnung.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.10.2014, 10:24 Uhr

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