Inler droht heute K.o. – Bayern fast am Ziel

Bayern München wäre bei einem Sieg über Villarreal praktisch Sieger der schweren Champions-League-Gruppe A. Napoli muss Manchester City schlagen, um die Hoffnung am Leben zu halten.

Unterschiedliche Perspektiven: Für Gökhan Inler geht es mit Napoli gegen das Ausscheiden, für Manuel Neuers Bayern kann kaum noch etwas schief gehen.

Unterschiedliche Perspektiven: Für Gökhan Inler geht es mit Napoli gegen das Ausscheiden, für Manuel Neuers Bayern kann kaum noch etwas schief gehen. Bild: Keystone

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Drei Tage nach dem Fehltritt in der Bundesliga gegen Meister Borussia Dortmund sucht Bayern München auf internationalem Parkett sicheren Halt. Gegen das punktlose Villarreal scheint ein Erfolg Formsache. In der Champions League haben die Bayern bisher durchwegs überzeugt. Daran soll sich auch gegen den spanischen Aussenseiter nichts ändern. «Die Mannschaft wird sich anders präsentieren als gegen Dortmund», ist Trainer Jupp Heynckes sicher.

Personell wird der Coach wohl nur zwei Änderungen vornehmen. Anstelle des gesperrten Holger Badstuber rückt Daniel van Buyten in die Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld wird Anatoli Timoschtschuk den Brasilianer Luiz Gustavo verdrängen. Gewichtig sind die Absenzen bei Villarreal. Die Spanier müssen seit Wochen auf die Top-Stürmer Giuseppe Rossi und Nilmar verzichten, die nach Knieoperationen noch länger ausfallen.

«Dem einen oder anderen schweren Kaliber aus dem Weg gehen»

Die Bayern streben den Gruppensieg an. Dieser ist ihnen schon vor der letzten Runde und dem Gang zu Manchester City nicht mehr zu nehmen, wenn sie am Dienstag mehr Punkte holen als der englische Leader in Neapel. «Wir wollen Gruppensieger werden, um dem einen oder anderen schweren Kaliber aus dem Weg zu gehen», so der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

In dieser Saison müssen sich indes auch die Gruppensieger auf ein hartes Achtelfinal-Los einstellen. Ausser Real Madrid droht allen Favoriten der 2. Platz in ihrer Poule. In der Gruppe H ist sogar sicher, dass entweder Titelverteidiger FC Barcelona oder der siebenfache Champion Milan den Gruppensieg verpasst.

Die seltsame Sichtweise des Napoli-Trainers

Akut gefährdet ist Napoli mit seinen Schweizern Gökhan Inler und Blerim Dzemaili. Nach beachtlichem Start in die Champions League wären die Italiener bei einer Heimniederlage gegen Manchester City, das in der Premier League elf von zwölf Spielen gewann, ausgeschieden. Die Squadra vom Vesuv kommt nicht mehr in die Gänge. In der Serie A gewann sie nur vier von zehn Partien, am Samstag gab es ein enttäuschendes 0:0 gegen Lazio Rom.

Dass Trainer Walter Mazzarri danach die Mannschaft aufgrund des Chancen-Plus für einen imaginären 4:0-Erfolg lobte, bringt Napoli ebenso wenig weiter wie die Darstellung der 2:3-Niederlage vor zwei Wochen bei Bayern München. «Nach 0:3 nur 2:3 zu verlieren, ist für uns wie ein Sieg», so Mazzarri damals.

Am Ende zählen aber die Resultate und nicht die subjektiven Punktsiege. Und Napoli fehlen derzeit schlicht die positiven Ergebnisse. In der Serie A beträgt der Rückstand auf Platz 1 bereits sieben Punkte, und in der Champions League wäre der Traum von den Achtelfinals bei einer Heimniederlage gegen Manchester City frühzeitig zu Ende. Auch ein Remis würde bei zwei Punkten Rückstand auf die Engländer letztlich kaum reichen. (si)

Erstellt: 22.11.2011, 07:30 Uhr

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