James-Bond-Aktion in der Bundesliga

Werder Bremen erreicht gegen Hoffenheim ein 1:1. Zuvor spioniert der Gastgeber beim Gegner mit einer Drohne.

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Novum in der Bundesliga: Zum ersten Mal hat ein Verein einen Gegner von der Luft ausgespäht.

Werder Bremen entsandte am Dienstag einen Mitarbeiter in den Süden. Sein Auftrag: Taktische Details des Gegners zu erhaschen. Gar nicht einfach, wenn ein Geheimtraining stattfindet. Gemäss Informationen der «Bild» sass der Werder-Spion 500 Meter vom Trainingsplatz entfernt in einem Auto. Von dort aus steuerte er eine Drohne mit eingebauter Kamera über die drei Trainingsplätze in Zuzenhausen.

Polizei ermittelt

Die Geheimdienst-Mission blieb natürlich nicht unentdeckt. Hoffenheim erstattete bei der Polizei Anzeige gegen den «Drohnen-Piloten». Diese hat die Ermittlungen aufgenommen, ob der Einsatz bewilligt war oder nicht. War er es nicht, droht eine Busse bis zu 50'000 Euro.

Bremens Geschäftsführer Frank Baumann bestätigte jedenfalls, dass ein Mitarbeiter des Vereins vor Ort war. «Es ist normal in der Bundesliga, sich so gut wie möglich über den Gegner zu informieren. Sollte es zu einem Einsatz einer Drohne gekommen sein, ist es allerdings ohne Wissen von mir und von Trainer Florian Kohfeldt geschehen.»

Abgesehen von einer allfälligen Busse, hat sich der Drohnen-Einsatz halbwegs gelohnt. Werder Bremen erreichte nach einem 0:1-Rückstand ein 1:1 gegen Hoffenheim. (heg)

Erstellt: 20.12.2018, 09:23 Uhr

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