Luzern stellt Weiler als neuen Trainer vor

Der FC Luzern hat eine Woche nach dem Trainingsstart seinen neuen Coach gefunden. Die Innerschweizer nehmen René Weiler unter Vertrag.

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Einen Kontrakt für drei Jahre hat René Weiler beim FC Luzern unterschrieben und wird damit Nachfolger des zu Meister YB gewechselten Gerardo Seoane. Der 44-jährige Winterthurer hat sich mit dem belgischen Spitzenclub Anderlecht, bei dem er im September des letzten Jahres nur vier Monate nach dem Gewinn des Meistertitels entlassen worden war, auf die Auflösung des bis 2019 laufenden Kontrakts geeinigt.

Weiler tritt in Luzern seine zweite Stelle als Trainer eines Super-League-Clubs an. Zwischen 2011 und 2014 hatte der einstige NLA-Verteidiger mit einem Länderspiel-Einsatz für die Schweiz den FC Aarau gecoacht und den Verein 2013 in die höchste Liga zurückgeführt. Mitte November 2014 übernahm Weiler den Posten des Cheftrainers beim deutschen Zweitligisten Nürnberg, mit dem er in der Saison darauf den Bundesliga-Aufstieg nur knapp verpasste.

Unter Erfolgsdruck

Weiler wird in Luzern von Beginn an einen Druck spüren. Von ihm wird erwartet, dass er die äusserst erfolgreiche Arbeit weiterführt, die Vorgänger Gerardo Seoane ablieferte. Luzern war hinter den Young Boys und vor Basel die erfolgreichste Mannschaft des Frühlings. Aus den 17 Spielen unter Seoane holten die Innerschweizer 34 Punkte. Aus der Mannschaft in Abstiegsgefahr – nur drei Punkte vor dem Schlusslicht liegend – wurde der Dritte der Meisterschaft, mit einem Startrecht in der Europa-League-Qualifikation. Die relativ lange Vertragsdauer ist ein Hinweis darauf, dass die Clubverantwortlichen in Luzern vorbehaltlos auf Weiler vertrauen.

In den letzten 17 Jahren setzte Luzern meistens auf Schweizer Trainer. Die Ausnahmen waren der Niederländer René van Eck – er allerdings als halber Luzerner – und Markus Babbel. Der Deutsche war in dieser Zeit am längsten im Amt. Er trainierte den FCL von Oktober 2014 bis Januar 2018.

Bei Anderlecht früh geschickt

Als Trainer bei Anderlecht in Brüssel erlebte Weiler Ähnliches wie Lucien Favre ab 2007 bei Hertha in Berlin. Nach einem sehr guten Start (Weiler eine Saison, Favre zwei Saisons) bekamen beide Schweizer Trainer keinen Kredit, als sie mit ungenügenden Ergebnissen in die neue Saison starteten. Beide Schweizer Trainer von europäischem Ruf wurden hierauf bereits im September abgesetzt.

Der FC Luzern präsentiert den neuen Cheftrainer auf Twitter:

(ddu/sda)

Erstellt: 21.06.2018, 18:23 Uhr

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